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Hightech-Studentenausweis für Fachhochschüler

Lohbrügge. Eine Chip-Karte ersetzt für 13 000 HAW-Absolventen den alten Papierausweis. Der Asta setzt Vereinbarung zum besseren Datenschutz durch.
Elektronischer Studierendenausweis
Foto: BGZ
Ökotrophologie-Studentin Jennifer König (25) zeigt den neuen Ausweis.
Nachdem er mit dem Bus zur Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Lohbrügge gefahren ist, sitzt der Student im Labor. Auf dem Tisch vor ihm liegt der Menüplan für die Mensa, in seinen Händen hält er ein Buch aus der Bibliothek. All das - von der Fahrt mit dem HVV über den Zugang zum Labor bis hin zur Ausleihe des Buchs - ermöglicht dem Studenten jetzt eine einzige Karte: der erstmalig elektronische Studierendenausweis.
Die neue Chipkarte vereint den herkömmlichen papiernen Studentenausweis mit dem Bibliotheksausweis und dem HVV-Ticket, ist um die Türöffner-Funktion für Labore und Computerräume und die Bezahlungsoption für die Mensa ergänzt. Knapp 13 000 HAW-Studenten können ihn seit Ende des Semesters abholen, etwa 1600 davon studieren in Bergedorf. Auch Ökotrophologie-Studentin Jennifer König hat sich den Ausweis bereits beschafft. Die 25-Jährige findet ihn „praktisch, er erleichtert den Studentenalltag“. Über all seine Funktionen weiß sie jedoch noch nicht genau Bescheid. „Wir haben einen Flyer als Anleitung erhalten. Aber der Überblick wird wohl erst später mit der Praxis kommen.“

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Noch sind nicht alle geplanten Funktionen realisiert, so wird zum Beispiel an der elektronischen Türensicherung noch gearbeitet. Für die Sicherheit der Studentendaten sei aber gesorgt, sagt Thorsten Ebert, der bei der Entwicklung des Ausweises bei Technikfragen beriet: „Die Einführung der Ausweise wurde von dem Hamburger Datenschutzbeauftragten überwacht und schließlich abgesegnet“. Laut dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) war das keine Selbstverständlichkeit: „Wir sind immer noch zwiegespalten, was die Einführung der Karte angeht. Die Befürchtung war groß, dass Daten missbraucht und weitergegeben und die jungen Menschen zu ‚gläsernen Studenten’ werden“, sagt Roland Eggers, der für den Asta die Karteneinführung betreute. Die Gefahr werde allerdings durch entsprechende Vereinbarungen und einen sicheren Chip verhindert.
Eggers schätzt auch die Vorteile: „Wenn tatsächlich alle Funktionen, die die Karte mal haben soll, auch kommen, bringt sie den Studenten viele Vorteile.“ Tatsächlich bleibe die Frage, ob man das Geld nicht sinnvoller hätte investieren können, etwa für Studentenprojekte. „Zumal wir keine Infos darüber bekommen haben, wie viel die Einführung der neuen Karte kostet.“
Auch für die Studenten kann die neue Technik teuer werden: Wer jetzt seinen Ausweis verliert, muss für einen neuen 50 Euro zahlen und hat eventuell noch den Verlust des auf die Karte geladenen Geldes zu beklagen. Der alte einfache Studentenausweis kostete den vergesslichen Studenten 15 Euro. „Schon blöd!“, kommentiert Jennifer König die Kostenexplosion.
Wer Fragen zum elektronischen Studierendenausweis hat, kann sich an IT-Berater Thorsten Ebert wenden. Telefon: (040) 530 25 196.jgr/knm
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