ZOB-Baustelle
Politik lobt Millionensegen
Mittwoch, 1. Juli 2009 21:07
Bergedorf. Die Opposition in Hamburg übt scharfe Kritik am Beschluss des Senats, für Bergedorfs neuen ZOB zusätzliche 16,8 Millionen Euro bereitzustellen. Angesichts der Haushaltslöcher seien die unwirtschaftlich und offensichtlich nachlässig geplanten Projekte des Senats ein Skandal. Führende Köpfe von Bergedorfer CDU und FDP halten die frischen Millionen dagegen für dringend notwendig: Ohne die Bewilligung hätte dem ZOB-Projekt ein Baustopp gedroht.
Einschließlich eines „Risikozuschlags“ von vier Millionen Euro entspricht die neu gebilligte Summe exakt den 20,8 Millionen Euro, die die Bürgerschaft Anfang 2005 für Bergedorfs ZOB freigegeben hat. Allerdings basierte der damalige Beschluss auf Kostenprognosen aus dem Jahr 2003 (wir berichteten). Für den neuen Zentralen Busbahnhof entlang der Gleise, einen Ersatzbau für Bergedorfs inzwischen abgerissenen Bahnhof und ein neues Parkhaus unterm künftigen ZOB lagen damals kaum mehr als erste Schätzungen vor.
Neben den Steuerzahlern sollen jedoch auch Bahn AG und CCB-Betreiber Fundus einen Teil der Mehrkosten tragen. Sie sollen 2,5 Millionen Euro beisteuern. So hat die Anbindung einer verspätet geplanten Tiefgarage unterm künftigen CCB II den Fortgang des Projekts nicht nur verzögert, sondern auch verteuert. Allein die reinen Baukosten einer Rampe als Zufahrt vom ZOB-Parkhaus unterm Weidenbaumsweg hindurch zur künftigen CCB-Tiefgarage schlagen mit einer weit sechsstelligen Summe zu Buche.
Als „Vertrauensvorschuss für den Standort Bergedorf“ wertet der FDP-Bezirksabgeordnete Rüdiger-Horst Bambach den Beschluss des Senats, für den neuen ZOB zusätzliches Geld bereitzustellen. Auch Dennis Gladiator, Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion, setzt darauf, dass die Millionen gut angelegt sind. Die geplante Neue Mitte werde helfen, den Standort zu stärken. „Mit dem Bau des neuen ZOB, der Shopping-Mall des Investors Fundus sowie des neuen Mohnhof erhält Bergedorf zwei attraktive Kundenmagneten. Davon wird auch der Einzelhandel im Sachsentor profitieren.“he
Bergedorfer Zeitung Online
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