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Grün und familienfreundlich

Neuallermöhe. Als erste Bewohner des neuen Stadtteils wurde Familie Zühlke von Bezirksamtsleiterin Christine Steinert (SPD) mit einem Blumenstrauß begrüßt. Von Börnsen waren sie am 1. September 1984 in ein 107 Quadratmeter großes Reihenhaus am Gertrud-Bäumer-Stieg gezogen – und bis heute leben die Zühlkes auf ihrem 287 Quadratmeter großen Grundstück.
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Foto: Anne Strickstrock
Hildegard Zühlke (56) mit ihren beiden Töchtern Sarah (22, links) und Nina (29) im Garten des Reihenhauses am Gertrud-Bäumer-Stieg.
„Wir hatten uns damals bei der Liegenschaft beworben, konnten die Entwürfe einsehen und die öffentliche Anhörung zum Neubaugebiet verfolgen“, berichtet Hildegard Zühlke: „Es sollte ein bisschen grün, verkehrsarm und familienfreundlich werden. Viele Frei- und öffentliche Flächen waren geplant.“ Zudem auch noch günstig: Die Grundstückspreise lagen damals zwischen 187 und 230 Mark pro Quadratmeter und wurden durch die Wohnungsbau-Kreditanstalt kostengünstig finanziert.
„Anfangs hatten wir weder Strom noch Wasser. Und Erich übernachtete zwei Wochen auf der Baustelle, weil nachts viel Werkzeug geklaut wurde“, erinnert sich die 56-Jährige, die mit drei Kindern einzog: Markus, Nina und Torsten, der gerade erst vier Monate alt war. Später kam noch Tochter Sarah dazu.
„Wir hatten tolle Matschpfützen, und auf der Straße war immer ein Nachbarskind zum Spielen“, erinnert sich die 29-jährige Nina und zeigt schmunzelnd auf den Stadtplan: „Da in dem Block wohnten nur Jungs, bis auf Sonja.“
Markus und Nina besuchten zunächst den Kindergarten in Nettelnburg und das Spielhaus in Bergedorf-West. Aber alles wurde sehr schnell gebaut. Schließlich gingen alle vier Kinder in die Anton-Reé-Grundschule, später in die Gesamtschule Bergedorf.
„Wichtig war uns natürlich, dass alle mit fünf Jahren Schwimmen lernten“, erinnern Hilde und Erich Zühlke ihre anfängliche Angst vor den Fleeten. „Später aber sind wir darin geschwommen, haben Dämme gebaut und schipperten im Boot übers Annenfleet“, sagt Tochter Nina, die inzwischen nach Bergedorf gezogen ist.
Noch heute ist das Ehepaar zufrieden mit ihrer Entscheidung, nach Neuallermöhe gezogen zu sein. „Bloß wird es jetzt deutlich ruhiger auf den Straßen und Spielplätzen. Ab und zu aber sind schon die ersten Enkel zu sehen.“stri
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