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„Kein Haus sollte höher sein als ein Baum“

Neuallermöhe. Im Ostteil von Neuallermöhe leben heute auf 130 Hektar etwa 11 000 Einwohner. Einer, der das Geschehen von Anfang an verfolgte, war Uwe Jensen, der den Bürgerverein mitbegründete und heute auch dessen Geschäfte leitet. Er erinnert sich an die ersten Raster-Planungen: „Alle 400 Meter sollte es eine Straße, dann alle 400 Meter einen Fleet geben.
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Foto: Anne Strickstrock
Aus der Öko-Siedlung: Uwe Jensen.
Die Grenze verlief an dem Grünstreifen vor der Gesamtschule, dahinter war noch Wiese.“
Ost war noch nicht ganz fertig, da ging es überraschend schon im Westteil weiter. Mit den russischen Reformen und dem deutschen Mauerfall entstand wieder eine Wohnungsnot. Und inzwischen wurde mit 34 statt zuvor 15 Quadratmetern pro Kopf gerechnet. Diesmal musste also „verdichtet“ gebaut werden, geplant waren zu 70 Prozent sozialer Wohnungsbau. Heute schließlich leben in Neuallermöhe-West auf etwa 200 Hektar 14 000 Menschen. „Die Häuser sollten nicht höher sein als ein Baum wachsen kann und maximal vier Geschosse haben – ab dem sechsten Stock nimmt die Luftverschmutzung erheblich zu“, weiß Jensen, der 1987 von Lohbrügge in die von der Architektenkammer geplante, 1,3 Hektar große, erste Hamburger Öko-Siedlung am Fanny-Lewald-Ring zog. Hier wohnt der Telekommunikations-Techniker in einem der 36 Öko-Häuser, die insgesamt 130 Bewohnern Platz bieten.
Ein wenig sind der Ost- und der Westteil, die 16 Kilometer lange Fleete verbinden, schon zusammengewachsen. Nach Wünschen des Hamburger Senats soll das Gebiet im Jahr 2011 zu einem Stadtteil „Allermöhe“ mit etwas neuen Grenzen zusammengezogen werden. Bislang zählt der Westen zu Allermöhe, der Osten (wie Nettelnburg) zu Bergedorf.
„Ich habe mich stets als Allermöher gefühlt“, sagt der 61-Jährige, der meint, dass künftig auch die Zahlen der Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger, Schulen, Kita-Plätze und der Ausländeranteil anders bewertet werden: „Wenn wir 2011 als statistische Einheit gesehen werden, ist das eine Chance für den Stadtteil. Wir können dann hoffentlich Förderungsbedarf beim Programm integrierte Stadtteilentwicklung anmelden. Und es müsste weiter nachgebessert werden. Es fehlen zum Beispiel Angebote für Jugendliche und Senioren-Wohnungen“, sagt er.stri
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