Lohbrügge.

CDU will Studiengang retten

Holzwirtschaft Kritik an Sparplänen

Lohbrügge..  Der Widerstand gegen die Sparpläne der Universität Hamburg wächst. Der Fachbereich Biologie will das Zentrum Holzwirtschaft und den zugehörigen Studiengang mit 250 Studenten auf dem Gelände des Thünen-Institutes an der Leuschnerstraße streichen (wir berichteten). Firmen und Institutionen wie der Fachhandelsverband GD Holz protestieren jetzt in offenen Briefen an die Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) gegen die Pläne.

Carsten Ovens, wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, verschaffte sich bei einem Ortstermin einen Überblick. Er betont: „Das Zentrum für Holzwirtschaft ist eine der wichtigsten Einrichtungen in Hamburg im Bereich Materialforschung.“ Mit interdisziplinären Ansätzen leiste es einen wichtigen Beitrag zum Wandel der Wirtschaft auf dem Weg zur Bio-Ökönomie. Eine Schließung sei „sowohl umwelt- als auch wissenschaftspolitisch ein Armutszeugnis für die grüne Wissenschaftssenatorin Fegebank“, so Ovens.

Dennis Gladiator, Vorsitzender der CDU Bergedorf und Bürgerschaftsabgeordneter, fügt hinzu: „Mir ist erst durch die Recherche nach dem Aufschrei der Wissenschaftler klar geworden, dass wir in Lohbrügge einen Hochkaräter haben. Und eben nicht bloß irgendeine Holzwerkstatt am Rande der Stadt.“ Seine Fraktion arbeite an einem Antrag, den sie noch vor der Sitzung des zuständigen Fakultätsrates in die Bürgerschaft einbringen wolle.

Die Bergedorfer Bürgerschaftsabgeordneten Carola Timm, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen, und Gerhard Lein (SPD) wollen am Mittwoch mit den Mitarbeitern des Zentrums Holzwirtschaft sprechen. „Die Senatorin führt Gespräche mit allen Beteiligten. Die Hochschulautonomie verbietet jedoch eine Einmischung“, so Timm.

Der Rat der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften tagt am 2. März und soll dann voraussichtlich eine Empfehlung abgeben. „Die Entscheidung zu Struktur- und Entwicklungsplänen werden gemäß Hamburgischem Hochschulgesetz final durch Gremien der Universität getroffen, insbesondere vom Akademischen Senat und vom Hochschulrat“, erläutert Präsidiumssprecherin
Dr. Ariane Neumann. Bislang sei keine Entscheidung getroffen, der nächste Strukturplan stehe nach 2018 an.