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Die Bagger können endlich rollen

Bergedorf. Skeptiker hatten die Neue Mitte abgeschrieben. Aus der Wirtschaft wurden Stimmen laut, nach einem neuen Investor Ausschau zu halten, bevor der CCB-Betreiber scheitert, Bergedorf neben dem Fachmarktzentrum eine unvollendete Dauerbaustelle im Herzen der Stadt beschert. Jetzt gibt Fundus Entwarnung.
Neue Mitte
Foto: Susanne Wieneke
Das Baufeld auf dem ehemaligen ZOB-Gelände. Jetzt sollen die Arbeiten voran gehen.
Die ausstehenden Verträge mit Hamburg sind unterschriftsreif, im März soll mit der CCB-Erweiterung auf Bergedorfs altem ZOB begonnen werden.
„Alles ist in trockenen Tüchern, Politiker und WSB brauchen sich nicht mehr die Köpfe zerbrechen über Alternativnutzungen“, sagt Fundus-Geschäftsführer Helmut Jagdfeld. Während Kritiker über einen anderen Investor nachdachten, wollte die CDU Teile der Brachfläche übergangsweise als Parkplatz freigeben. Die GAL forderte einen Ideen-Wettbewerb.
Über Monate hatte der Streit um die Tiefgaragen-Anbindung ans Parkhaus unterm neuen ZOB die Verhandlungen behindert. Der Bauherr VHH hatte für eine Rampe ins Parkhaus gut 200.000 Euro höhere Kosten errechnet als Fundus. Techniker beider Seiten fanden die Lösung: Die VHH stecken zurück, Fundus übernimmt im Gegenzug die „Wasserhaltung“, sorgt dafür, dass die Baugruben für Rampe und Tunnel nicht absaufen. Jagdfeld: „Wir beginnen nächste Woche mit den Vorarbeiten für den Tunnel unterm Weidenbaumsweg.“
Knackpunkt für das auf über 50 Millionen Euro taxierte CCB II war das von Hamburg geforderte Rückkaufrecht für den alten ZOB. Fundus hat jetzt eingewilligt: Scheitert das Projekt, hat Hamburg den ersten Zugriff. Dazu werde es aber nicht kommen, versichert Jagdfeld: „Wir beginnen in drei bis vier Wochen mit dem Ausheben der Baugrube.“ Wichtiger noch: Fundus will am vorgesehenen Eröffnungstermin festhalten. Jagdfeld: „Wir schaffen den Oktober 2010 – es sei denn, ein Amphorenfeld oder andere historische Funde behindern den Fortgang der Arbeiten.“
Er sei sehr froh, dass nach schwierigen Verhandlungen eine Lösung gefunden sei, sagt Bezirksamtleiter Christoph Krupp. „Nächste Woche können die Verträge unterschrieben werden. Sowie dann der Nachweis für die Gesamtfinanzierung der CCB-Erweiterung vorliegt, kann es losgehen.“
Jagdfeld wiederum wartet noch auf einen Vorvertrag mit dem Bezirksamt: Die Anmietung zweier Büroetagen überm CCB II für das geplante soziale Dienstleistungszentrum kann Fundus dauerhaft hohe Mieteinnahmen sichern.
Sichtbare Fortschritte kündigen auch die VHH an – für Bergedorfs neuen ZOB und den benachbarten Bahnhof: In der zweiten Märzwoche soll die Pfahlgründung für den Gesamtkomplex beginnen.

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