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Bergedorfer Finanzamt so langsam wie noch nie

Bergedorf. Im Hamburger Vergleich war das Bergedorfer Finanzamt letztes Jahr mit Abstand am langsamsten. Die Bearbeitungszeit der eingereichten Einkommenssteuererklärungen betrug durchschnittlich 11,3 Wochen. Laut Finanzbehörde handle es sich um einen einmaligen Aussetzer.
Finanzamt Bergedorf
Foto: Diekmann
Im Bergedorfer Finanzamt blieben die Einkommenssteuererklärungen im Hamburger Vergleich mit Abstand am längsten liegen. Ein einmaliger Aussetzer, verspricht die Behörde.
Kein gutes Zeugnis für Bergedorfs Finanzamt: Das Team um Vorsteher Torsten Christlieb war 2011 im Hamburger Vergleich mit Abstand am langsamsten, was die Bearbeitung der eingereichten Einkommenssteuererklärungen betrifft. Und sogar der Blick auf die eigenen Zahlen der vergangenen Jahre verwundert: Waren die Bergedorfer Beamten 2003 mit 4,5 Wochen noch auffallend schnell, sogar Spitzenreiter im Hamburger Vergleich, brauchten sie im vergangen Jahr mehr als zweieinhalb Mal so lange: Stattliche 11,3 Wochen weist die Statistik aus, die der Senat jetzt auf eine Kleine Anfrage des FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Robert Bläsing veröffentlicht hat.
Finanzbehörden-Sprecher Daniel Stricker sieht in den 2011er Zahlen einen einmaligen Aussetzer: „Das vergangene Jahr war im Finanzamt Bergedorf durch einen extrem hohen Krankenstand gezeichnet. Deshalb konnte nicht in gewohntem Umfang gearbeitet werden“, sagt Stricker. „Mit dem Jahreswechsel hat sich die Lage deutlich entspannt. Heute liegen die Bergedorfer wieder bei einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 8,5 bis neun Wochen.“
Beim Auswerten des vorgelegten Zahlenwerks fällt auf, dass die Bearbeitungszeiten an Hamburgs 15 Finanzämtern seit 2003 kontinuierlich gestiegen sind. Lag die Zeit von der Abgabe der Unterlangen durch den Bürger bis zum Eintreffen des fertigen Bescheids in seinem Briefkasten vor neun Jahren noch bei etwa 6,5 Wochen, wuchs sie über rund acht Wochen in 2005 bis auf knapp zehn Wochen in 2010. Erst 2011 rutschte sie leicht auf 9,5 Wochen – mit Ausnahme von Bergedorf, dessen Durchschnitt von 8,1 auf 11,3 Wochen stieg.
Das umfangreiche vorgelegte Zahlenwerk des Senats spiegelt aber auch Positives für das Team von Torsten Christlieb wider: Insgesamt wurden in Bergedorf 2011 exakt 34.814 „Einkommenssteuerfälle“ für die Jahre 2009 und 2010 eingereicht. Trotz der langen Wartezeit scheinen die Bergedorfer mit der Arbeit der Beamten weitgehend zufrieden zu sein. Nur 4,9 Prozent der Eingänge waren Widersprüche – so wenige, wie in keinem anderen Hamburger Finanzamt. Deren durchschnittliche Quote liegt bei knapp acht Prozent.
Von den 4775 Widersprüchen gegen die Bescheide der Bergedorfer Finanzbeamten wurden 2777 durch Abhilfen vom Amt korrigiert. 60 Bürger hatten durch Klagen Erfolg, keine einzige wurde von ihnen verloren. Rund 2000 Widersprüche blieben wegen der personellen Engpässe allerdings liegen und mussten nach dem Jahreswechsel bearbeitet werden.
8 Kommentare
anders meint:
Selbst Holz arbeitet mehr als die Beamten da...
Kirchwerder meint:
Letztes jahr mussten wir 18 wochen auf den bescheid warten.... Dafür waren es dieses jahr nur ganze 3wochen.....
Steuerzahler 2.0 meint:
Alles Lüge!

31.05.2012 eingereicht (für 2011), Stichtag: 07.06.2012, lag am 15.06.2012 im Briefkasten ...

Zahlen Sie jetzt 10xx Euro nach ... :-(

Tippe mal: Bei Nachzahlungen geht da ein "Wecker" an und Prio 1 ...

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