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Mal schnell zur Post: Oft eine Geduldsprobe

Bergedorf. Vor der Hauptpost in der Bergedorfer Straße sorgen regelmäßig lange Autoschlangen für ein Verkehrschaos und unangemessene Wartezeiten. Die etwa 20 Kurzzeit-Kundenparkplätze der Post werden häufig von Kunden des CCB blockiert.
Die lange Autoschlange auf dem Kundenparkplatz macht das Post-Wegbringen zur Geduldsprobe.
Foto: Schütt
Die lange Autoschlange auf dem Kundenparkplatz macht das Post-Wegbringen zur Geduldsprobe.
Das dauert und dauert. „So ein Mist. Die Mittagspause ist gleich rum“, schimpft Markus A. aus Bergedorf. Zehn Autos stehen in der Schlange an der Hauptpost an der Bergedorfer Straße 100. Alle wollen einen der knapp 20 Plätze auf dem posteigenen Kundenparkplatz ergattern. Wer nur wenig Zeit hat, sollte das besser gar nicht erst versuchen.
„Eine Katastrophe ist das hier. Die haben zwar neue Hinweisschilder aufgestellt, aber an die hält sich ja eh keiner. Die meisten, die hier stehen, gehen ins CCB einkaufen“, ist Olaf Schwank aus Winsen überzeugt. Schwank besucht regelmäßig seine Mutter, erledigt auch die Post. „Bei uns in Winsen ist das besser“, sagt er. In Bergedorf warte er manchmal eine halbe Stunde auf einen Parkplatz – und in der Filiale müsse man dann auch noch warten.
Auch Christa Timmermann aus Bergedorf wartet des öfteren an der Post auf einen Parkplatz. „Die müssten hier wenigstens stoßweise mal kontrollieren. Das macht die Polizei an Schwerpunkten ja auch“, meint die Bergedorfer Bürgervereinschefin. „Hier parkt jeder, wie er will und als Postkunde hat man das Nachsehen.“ Ein anderer gibt sogar zu: „Ich mach das manchmal auch, dass ich hier parke und dann einkaufen gehe.“
Dabei werden auf den beiden Hinweisschildern Parksündern harte Sanktionen angedroht. Wer den Parkplatz unbefugt benutzt und oder eine Stunde Parkzeit überschreitet, werde kostenpflichtig abgeschleppt. Sherif Khater aus Bergedorf hat aber hier noch nie einen Kontrolleur beobachtet. Auch die anderen Wartenden nicht. Und abgeschleppt wurde hier offenbar noch nie.
Woran das liegt, erklärt der Pressesprecher der Post, Martin Grundler: „Wir haben einfach nicht die Kapazitäten, um auf dem Parkplatz Kontrollen durchzuführen. Auch Abschleppen ist dort schwierig und würde wahrscheinlich zu noch mehr Behinderungen und Ärger führen.“ Unter Umständen würde dabei sogar ein Auto beschädigt.
Das Problem sieht er bei den Autofahrern. Dass der schwarze Peter bei der Post lande, nur weil viele Autofahrer zu bequem seien, sich einen regulären Parkplatz zu suchen, sei nicht gerecht. „Ich appelliere an die Fairness unserer Postkunden. Bitte bleiben Sie nicht länger auf dem Parkplatz stehen als nötig und parken Sie auch nur dort, wenn Sie unsere Filiale besuchen.“
27 Kommentare
Tommy21029 meint:
@ - KDreilich: .... und ich mit meinen 65 Jahren nutze die als "Frauenparkplatz" ausgewiesenen Flächen ebenso, weil ich genau die gleichen Ängste habe, wie Sie ! Es ist also überhaupt nicht einzusehen, warum diese Parkplätze ausschließlich Frauen vorbehalten sein sollten ! Anders sehe ich die Situation bei den sog. "Behindertenplätzen" ... jetzt alles klar ?
KDreilich meint:
@Tommy21029:
Bevor wir das Thema des Artikels in einen ganz anderen Artikel umwandeln - es ging ja mal um den Parkplatz an der Post - nur noch dieses:
Gerade in den letzten Monaten hatten wir hier in unserem Bezirk genug Überfälle auf Frauen, insbesondere in sexueller Hinsicht, und jeder Überfall ist einer zuviel.
Wir beide haben unterschiedliche Meinungen, wahrscheinlich auch schon aufgrund des Geschlechtes, und kommen sicherlich nicht auf einen Nenner.
Diese Park-Aktion wurde in Hamburg mal in die Wege geleitet, sowohl auf Parkplätzen als auch in Parkhäusern - und wir Frauen sind froh darüber.

Hanseretter meint:
Ich park meine Frau in der Küche und fahre mit meinem Sohn dann Elternparkplätze besetzen! Und zwar bei Kaufland und dann geh ich von da zur Post!

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