Wartezeiten
Mal schnell zur Post: Oft eine Geduldsprobe
Freitag, 24. Februar 2012 19:28
- Von Thomas Schütt
Bergedorf. Vor der Hauptpost in der Bergedorfer Straße sorgen regelmäßig lange Autoschlangen für ein Verkehrschaos und unangemessene Wartezeiten. Die etwa 20 Kurzzeit-Kundenparkplätze der Post werden häufig von Kunden des CCB blockiert.

Foto: Schütt
Die lange Autoschlange auf dem Kundenparkplatz macht das Post-Wegbringen zur Geduldsprobe.
Das dauert und dauert. „So ein Mist. Die Mittagspause ist gleich rum“,
schimpft Markus A. aus Bergedorf. Zehn Autos stehen in der Schlange an der
Hauptpost an der Bergedorfer Straße 100. Alle wollen einen der knapp 20
Plätze auf dem posteigenen Kundenparkplatz ergattern. Wer nur wenig Zeit
hat, sollte das besser gar nicht erst versuchen.
„Eine Katastrophe ist das hier. Die haben zwar neue Hinweisschilder
aufgestellt, aber an die hält sich ja eh keiner. Die meisten, die hier
stehen, gehen ins CCB einkaufen“, ist Olaf Schwank aus Winsen überzeugt.
Schwank besucht regelmäßig seine Mutter, erledigt auch die Post. „Bei uns in
Winsen ist das besser“, sagt er. In Bergedorf warte er manchmal eine halbe
Stunde auf einen Parkplatz – und in der Filiale müsse man dann auch noch
warten.
Auch Christa Timmermann aus Bergedorf wartet des öfteren an der Post auf einen
Parkplatz. „Die müssten hier wenigstens stoßweise mal kontrollieren. Das
macht die Polizei an Schwerpunkten ja auch“, meint die Bergedorfer
Bürgervereinschefin. „Hier parkt jeder, wie er will und als Postkunde hat
man das Nachsehen.“ Ein anderer gibt sogar zu: „Ich mach das manchmal auch,
dass ich hier parke und dann einkaufen gehe.“
Dabei werden auf den beiden Hinweisschildern Parksündern harte Sanktionen
angedroht. Wer den Parkplatz unbefugt benutzt und oder eine Stunde Parkzeit
überschreitet, werde kostenpflichtig abgeschleppt. Sherif Khater aus
Bergedorf hat aber hier noch nie einen Kontrolleur beobachtet. Auch die
anderen Wartenden nicht. Und abgeschleppt wurde hier offenbar noch nie.
Woran das liegt, erklärt der Pressesprecher der Post, Martin Grundler: „Wir
haben einfach nicht die Kapazitäten, um auf dem Parkplatz Kontrollen
durchzuführen. Auch Abschleppen ist dort schwierig und würde wahrscheinlich
zu noch mehr Behinderungen und Ärger führen.“ Unter Umständen würde dabei
sogar ein Auto beschädigt.
Das Problem sieht er bei den Autofahrern. Dass der schwarze Peter bei der Post
lande, nur weil viele Autofahrer zu bequem seien, sich einen regulären
Parkplatz zu suchen, sei nicht gerecht. „Ich appelliere an die Fairness
unserer Postkunden. Bitte bleiben Sie nicht länger auf dem Parkplatz stehen
als nötig und parken Sie auch nur dort, wenn Sie unsere Filiale besuchen.“

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Tommy21029 meint:
KDreilich meint:
Bevor wir das Thema des Artikels in einen ganz anderen Artikel umwandeln - es ging ja mal um den Parkplatz an der Post - nur noch dieses:
Gerade in den letzten Monaten hatten wir hier in unserem Bezirk genug Überfälle auf Frauen, insbesondere in sexueller Hinsicht, und jeder Überfall ist einer zuviel.
Wir beide haben unterschiedliche Meinungen, wahrscheinlich auch schon aufgrund des Geschlechtes, und kommen sicherlich nicht auf einen Nenner.
Diese Park-Aktion wurde in Hamburg mal in die Wege geleitet, sowohl auf Parkplätzen als auch in Parkhäusern - und wir Frauen sind froh darüber.
Hanseretter meint: