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Obduktion: 56-jähriger Imbiss-Gast starb an Erkrankung

Bergedorf. Der am Sonntagmorgen im Bergedorfer Bahnhof leblos aufgefundene 56-Jährige ist an einer Erkrankung gestorben. „Der Mann litt an einer Vorerkrankung. Wir können Fremdeinwirkung als Todesursache ausschließen", erklärte Polizeisprecher Andreas Schöpflin am Dienstag.
Bahnhof Bergedorf Bunker / Pamukkale
Foto: Neff
Hier vor dem "Pamukkale"-Imbiss hatten die Imbissmitarbeiter den Mann abgelegt. 15 Minuten Später konnte die von einem Zeugen alarmierte Polizei keinen Puls mehr fühlen. In der Nacht war es -4,1 Grad kalt.
Die Todesursache sei eindeutig durch die Obduktion festgestellt, betonte der Polizeisprecher. Schöpflin: „Im Zusammenhang mit dem Tod sehen wir derzeit keinen strafrechtlich relevanten Sachverhalt.“ Über den Blutalkoholwert zum Todeszeitpunkt konnte die Polizei keine Angaben machen.
Ob gegen die beiden Mitarbeiter des Bahnhofsimbisses „Pamukkale“ noch wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung ermittelt werde, müsse nun die Staatsanwaltschaft entscheiden. Der Vorgang werde vom Landeskriminalamt zurück an die Kripo Bergedorf gegeben.
Nach Aussage eines Zeugen hatten die Angestellten den Gast kurz vor Feierabend aus dem Imbiss in den Bahnhofstunnel geschleift. Dies ist auch auf den Bildern einer Überwachungskamera zu sehen. Dort brach der Mann dann zusammen. Nur 15 Minuten später konnten Polizisten keinen Puls mehr feststellen.
Bei dem Toten handelt es sich um einen alleinstehenden obdachlosen Bergedorfer, der erst seit kurzem in der Hoffmann von Fallersleben-Straße gemeldet war. "Wir konnten keine Angehörigen ermitteln", erklärte Polizeisprecher Schöpflin.cn
27 Kommentare
Quäse meint:
Nana Hanseretter, man sacht heutzutage nicht mehr "Penner",
sondern "obdachlose" oder "wohnungslose".

Man sollte jetzt aber auch mal langsam wieder einkriegen. Ich sehe es so; der Mann war obdachlos, Alkoholiker und krank. Er ist jetzt von seinen Leiden erlöst und ist an einem besseren Ort, und damit Punkt.
Hanseretter meint:
Es gibt in Hamburg extra eine Zentralambulanz für Betrunkene!

Was hat Hamburg Zeter und Mordio geschrien als im Bezirk Mitte ein Zaun gegen "Penner" installiert wurde, aber einen zum Sterben in die Kälte zu schleifen wird als "Fehler" abgetan.
Ach ja und die Trinkerhalle wird auch von allen abgelehnt. Na Gott sei Dank gibt es ja einen weniger, der sie nutzen könnten
Bindeglied meint:
Ach Kinners...Wer einen Laden hat, kennt doch das Problem mit solchen Kunden. Gerade im Bereich "Kiosk" oder "Gastronomie" gibt es immer die besoffenen Typen, die nicht gehen wollen oder können. Wenn der nun schon längere Zeit kommt und sich da zukippt, dann war das sicher nicht das erste Mal, dass er aus dem Laden getragen wurde.

Und nun möchte ich mal die Schlaumeier sehen, die einen stockbesoffenen Menschen von einem leise vor sich hinsterbenden Menschen unterscheiden können. Das fällt sogar Ärzten schwer, wenn sie nicht entsprechend erfahren sind. Im Prinzip sieht das nämlich recht gleich aus, insbesondere, wenn man seit längerer Zeit beobachtet hat, dass der sich einen kippt.

Und nun fragt man die Polizei oder die RTWs, wie toll sie das finden, bei jeder "Schnapsleiche" zur Sicherheit angerufen zu werden? Da würden sich die Einsätze am Wochenende gut verdoppeln und in 99,99% derf Fälle würden die auch nichts anderes machen, als den auszunüchtern.

Menschen sterben. In diesem Fall hätte es keinen Unterschied gemacht, ob sie einen Krankenwagen gerufen hätten oder sofort Erste Hilfe geleistet hätten. Der Mann war todkrank und starb zu dieser Zeit eben. Wäre er am Nachmittag in der Fußgängerzone gestorben, wäre es vermutlich auch keinem so schnell aufgefallen. Dann hätte man 2000 Menschen, denen das nicht aufgefallen ist, wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen können.

Die Mitarbeiter hätten den Tod nicht verhindern können. Sie haben ihn auch nicht beschleunigt oder gar herbeigeführt. Dass sie den Zustand des Mannes falsch eingeschätzt haben, wird vermutlich noch längere Zeit auf ihrer Seele lasten. Das ist auch die einzige "Strafe", die sie erhalten sollten.

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