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Holzapfels Marktplatz-Entwurf gewinnt

Lohbrügge. Die Jury hat entschieden: Der Entwurf des Hamburger Landschaftsarchitekten Felix Holzapfel-Herziger hat das Rennen um die Planung des neuen Lohbrügger Marktes gewonnen. Zwar gibt es noch Detailfragen zu klären, etwa die Zugangsachse zum Leuschnerpark oder die Pflastersteine - trotzdem soll der Baubeginn noch in diesem Jahr erfolgen.
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So schön könnte der Platz einmal aussehen, allerdings wird die Realität anders sein: Ab der Feuerwehrzufahrt werden Autos parken, nur der vordere Bereich bleibt verkehrsfrei – abgesehen von neun Stellplätzen für die Feuerwehrleute.
Foto: schmeck-junker-holzapfel
So schön könnte der Platz einmal aussehen, allerdings wird die Realität anders sein: Ab der Feuerwehrzufahrt werden Autos parken, nur der vordere Bereich bleibt verkehrsfrei – abgesehen von neun Stellplätzen für die Feuerwehrleute.
Die Lohbrügger mögen es klar strukturiert – und ein bisschen grün. So jedenfalls entschied sich die Jury, die nach gut zweistündiger Diskussion im Rathaus über die 800.000 Euro teure Neugestaltung des Lohbrügger Marktes befand: Zehn von 16 Jury-Mitglieder stimmten für den Entwurf des Landschaftsarchitekten Felix Holzapfel-Herziger, der seit 1999 in Neuallermöhe wohnt, sein Büro in St. Pauli betreibt.
Künftig soll eine etwa hüfthohe Hecke als so genanntes Funktionsband den Markt einrahmen, um hier Lampen, Fahrrad-Stellplätze und Stromkästen unterzubringen. Vor der Apotheke und dem kleinen Café soll es einen verkehrsfreien Bereich geben, samt Holzbänken und Wasserspiel. Im Anschluss finden sich neun Stellplätze für die Leute von der Feuerwehr, die sich über abgesenkte Bordsteine an der Lohbrügger Landstraße freuen. Dahinter, also bis zur Leuschnerstraße, sind 154 schräg aufgestellte Parkplätze vorgesehen (bislang sind es gut 200). „Es wird einen Ringverkehr mit den gewohnten Zu- und Abfahrten geben“, erklärt Holzapfel-Herziger, der für die Markthändler 550 Frontmeter entlang einer drei bis vier Meter breiten Gasse einplant – damit sind sie sehr zufrieden: „Unseren Wünschen wurde entsprochen. Jetzt haben wir nur noch ein bisschen Sorge, dass der Untergrund bei unseren schweren Fahrzeugen nicht hält“, sagt Blumenhändler Klaus Elberling.
Vorgeschlagen war, den Platz mit Betonstein in „Parkett“-Optik zu belegen. Hier zeigte sich die Jury skeptisch und überlegt, „lieber nur den verkehrsfreien Platz so zu gestalten, der Rest soll üblichen Asphalt bekommen“, sagt Jörg Froh (CDU). „Das Parkett ist aber sehr ansprechend. Und in der Stadt Hamm hält es auch dem Marktbetrieb stand“, warb indes Bernd Schrum. Der SPD-Verkehrsexperte fürchtet jedoch, dass die Zugangsachse zum Leuschnerpark etwa einen Meter zu schmal sei: „Ich habe mit meiner Tochter Karussell und Scooter maßstabgerecht aus Pappe ausgeschnitten, mit einem Spielzeugauto die Fläche befahren.“ So erfuhr die Drittklässlerin, dass ein Lkw mit Anhänger in der Kurve viel Platz braucht.
Weitere Änderungen zeichnen sich ab: Die ursprüngliche Planung sah zusätzliche 19 Parktaschen entlang der Straße vor, „doch die Straße Lohbrügger Markt liegt außerhalb des Planungsbereiches“, sagt Stephan Jersch (Die Linke). Wohl im Sommer soll die Straße südlich des Marktplatzes aber ohnehin neu asphaltiert werden. „Wir werden uns mit der Behörde absprechen und eine gemeinsame Lösung suchen“, verspricht Birte Grabow. Die Stadtplanerin aus dem Bergedorfer Rathaus will die öffentliche Ausschreibung vorbereiten, sobald die Detail-Planungen vorliegen: „Mit Glück können wir noch im dritten Quartal anfangen.“
11 Kommentare
Parkbank meint:
Das "Wasserspiel" sollte gleich weggelassen werden: Es wird sich niemand finden, der das dauerhaft finanziert und in Ordnung hält.
lir meint:
Hecke unter bestehenden Großbäumen?
Stäbchenparkett für Schwerlaster?
Ein paar Bänke und ein Wasserspiel, das sowieso nicht realisiert werden kann.
Und sonst?
Was hat dieser Plan mit Lohbrügge zu tun?
Beliebiger gehts nicht!
Schade um diese vergebene Chance.
GerBo meint:
@Bruno: Das sind keineswegs "ständige Nörgeleien"!! Man fragt sich nur als normaler Bürger, warum Geld in so einen Umbau gesteckt wird - wobei der genaue Betrag anscheinend noch gar nicht bekannt ist -, und die Betreuungsstelle im Amtsgericht für ältere und hilflose Personen auf Grund von Einsparungen geschlossen und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte angeschlossen wird.
Ich hoffe für Sie, daß Sie nie in die Verlegenheit kommen, sich mit etwaigen Sorgen an das Bezirksamt Hamburg - Mitte (ausgerechnet Hamburg-Mitte !!) wenden zu müssen sondern lange und ausgiebig auf dem neuen Lohbrügger Markplatz "verweilen" können.

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