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Unfall bei Kindergeburtstag: Melissa (7) bewusstlos

Bergedorf. Im Bille-Bad hat sich am Sonnabend ein dramatischer Badeunfall ereignet. Ein sieben Jahre altes Mädchen aus Bergedorf ist im Erlebnisbecken untergegangen. Schwimmeister und Notärzte konnten sie wiederbeleben. Der Rettungshubschrauber brachte das Kind ins Krankenhaus, Lebensgefahr besteht nicht mehr.
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Badeunfall Billebad
Foto: Seemann
Mit dem Rettungshubschrauber "Christoph Hansa" wurde die siebenjährige nach der Wiederbelebung ins Kinderkrankenhaus Wilhelmstift geflogen.
Es sollte eine ausgelassene Kindergeburtstagsfeier werden und endete in einem dramatischen Überlebenskampf. Ein siebenjähriges Mädchen ist am Sonnabend im Bille-Bad fast ertrunken. Der professionellen Hilfe der Schwimmmeister und Notärzte ist es zu verdanken, dass das Kind am Ende überlebte.
Sonnabend 15 Uhr: Gemeinsam mit fünf weiteren Kindern planscht die siebenjährige Melissa Y. aus Bergedorf fröhlich im Erlebnisbecken. Zwei Erwachsene beaufsichtigten die Gruppe, die im Bille-Bad Geburtstag feiert. Plötzlich ist Melissa verschwunden. Einer der Betreuer sucht das Spiel- und Spaßbecken ab, entdeckt das Mädchen unter Wasser. Zunächst denkt er, das Kind würde wohl tauchen, doch Melissa taucht nicht mehr auf. Als der Mann die Siebenjährige Sekunden später aus dem 135 Zentimeter tiefen Wasser zieht, ist das Mädchen bereits bewusstlos. Wie lange sie schon auf dem Grund des Schwimmbeckens liegt, kann niemand sagen.
Badeunfall Billebad
Foto: Seemann
Das Mädchen wird aus dem Bille-Bad gebracht.
Der Retter schreit um Hilfe, zieht den schlaffen Körper des Kindes zum Beckenrand. Dort beginnt ein Schwimmmeister sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, seine Kollegen alarmieren die Feuerwehr. Im Bille-Bad wird es still. Nach und nach werden die Badegäste auf die dramatische Situation aufmerksam und verlassen das Becken. Am Rand wechseln sich drei Schwimmmeister mit der Beatmung und Herzmassage ab, mehr als zehn Minuten lang. Doch als der Notarzt eintrifft atmet Melissa immer noch nicht. Der Arzt setzt die Reanimation fort. Unter künstlicher Beatmung wird die Siebenjährige zum Rettungshubschrauber gebracht. Dieser fliegt Melissa in das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift. Das Mädchen lebt!
Am Abend dann kommt die gute Nachricht aus der Klinik: „Die Patientin ist außer Lebensgefahr“, teilen die Ärzte mit. Ihr Kreislauf ist stabil. Ob bei Melissa Schäden von der Ohnmacht unter Wasser zurückbleiben, steht am Sonntag noch nicht fest.
Nach der Rettung geht der Badebetrieb im Bille-Bad weiter. Einer der Schwimmmeister hat nach der anstrengenden Beatmung selbst mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Die Feuerwehr schickt einen weiteren Rettungswagen, doch der Mann erholt sich rasch. Die Geburtstagsgruppe wird noch vor Ort von Notfallseelsorgern betreut. Dafür rückt aus Altona der Großraumrettungswagen an. Die Angestellten des Bille-Bades benötigen keine psychologische Unterstützung. Sie setzten ihren Dienst fort, sind auch am Sonntag wieder als Schwimmmeister im Einsatz.
„Wir alle hoffen nun, dass das Kind sich von diesem schweren Unfall wieder komplett erholt“, erklärt Kirsten Morisse, Sprecherin des Schwimmbadbetreibers „Bäderland“. Im Bille-Bad seien am Sonnabend mehr Schwimmmeister im Einsatz gewesen, als gesetzlich vorgeschrieben. „Aufgrund des zu erwartenden Andrangs bei dem kalten Wetter hatten wir das Personal verstärkt“, so Morisse: „Die Rettungskette hat einwandfrei geklappt.“ Weshalb die Siebenjährige plötzlich unterging und ohnmächtig wurde, ist bislang noch ungeklärt. Der Kriminaldauerdienst der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass die Begleiter oder Schwimmbadmitarbeiter ihre Aufsichtpflicht verletzt haben“, berichtet Polizeisprecherin Ulrike Sweden.
Die Geburtstaggruppe hatte lediglich den Schwimmmbadeintritt und ein Bewirtungspaket gebucht. Das „Bäderland“ bietet auch Erlebnisgeburtstage an, bei denen sich Schwimmmeister ausschließlich um die Gruppe kümmern.cn
28 Kommentare
danksager meint:
Liebe Retter und nette Schreiber, meinem Neffen (10) ist genau 2 Wochen vor diesem Unglück das gleiche passiert. Er hat sich beim Tauchen überschätzt. Er wurde zum Glück superschnell geborgen, und hatte auch noch das Glück das ein Oberarzt und eine Krankenschwester gleich dort waren und ihn nach 2 Minuten wiederbelebt hatten. Dadurch sind keinerlei Hirnschäden entstanden. Die Bademeister dort hätten ihm sicher auch geholfen. Ob jetzt die Handgriffe des Arztes besser waren als die der Bademeister... wir werden es zum Glück nicht mehr erfahren. Aber der Arzt hat gleich in der nächsten Woche die Übungspuppe mitgebracht und nocheinmal allen , auch den verunsicherten Eltern der anderen Schwimmkursteilnehmern, die Maßnahmen gezeigt.
Wenn das Personal also regelmäßig geschult wird, was hier in Bergedorf sicherlich auch passiert, ist das Bad schon einmal gut vorbereitet. Was wir als Eltern dann noch tun können...vielleicht auch regelmäßig unser 1.Hilfe Wissen aufbessern? Denn derjenige,der das Kind rauszieht muss eigentlich gleich loslegen! Nun noch zur Info, mein Neffe hatte im Schwimmbad in Wiener Neustadt seinen Unfall, und die Retter arbeiten sogar im KH Wiener Neustadt, wo er dann lag. Vielen Dank dorthin nochmal aus HH!! Jetzt noch liebe Grüsse an das Mädchen und ihre Familie. Hoffentlich geht es ihr gut...
Konrad Duden meint:
@Dorftrottel

oH Daß iSt jA aUch sO WIchTiG! Du BisT ÜbeRfLÜSsiG Dorftrottel!!!!
Dorftrottel meint:
Kaum ein fehlerfreier Kommentar, es ist zum Heulen.

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