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-10 Grad - Nächste Woche kommt sibirischer Frost

Bergedorf/Geesthacht. Wer hätte das noch gedacht? Der Frühling schien schon so greifbar nah. Aber jetzt: Frostiger Wind, Eisblumen an der Scheibe, fünf Zentimeter hoher Schnee auf Straßen und Wegen – der Winter ist da. Von heute an wird es nach seiner Prognose täglich um ein bis zwei Grad kälter.
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Schnee am Freitag Nettelnburg / Curslack
Foto: Neff
Ute Nözel befreit ihr Auto am Odemanns Heck vom Schnee: "Das ist ganz lockerer Pulverschnee, der lässt sich einfach so runter fegen", freut sich die 49-Jährige aus Curslack.
Mehr als einen Monat nach dem kalendarischen Winteranfang hat offenbar auch Petrus gemerkt, welche Jahreszeit wir haben. Bis minus drei Grad sanken in der Nacht zu gestern die Temperaturen in Hamburg. Und das war erst der Anfang, meint Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Online-Portal Wetter.net in Wiesbaden. „Der Last-Minute-Winter nimmt Fahrt auf“, kündigt der Experte an, „in den nächsten Tagen wird es richtig kalt. Und so bleibt es dann mindestens bis Mitte Februar.“ Dienstag und Mittwoch sollen die Temperaturen dann die Minus-10-Grad-Marke unterschreiten.
Grund für den späten Wintereinbruch ist das bärenstarke Hochdruckgebiet „Cooper“, das von Russland zu uns herüberkommt und ganz Deutschland in Eis hüllt. „Das geht sogar bis Norditalien und Kroatien runter“, sagt Dominik Jung. „Moskau hatte letzte Woche noch minus drei Grad, heute sind es schon minus 15, und für Dienstag rechnen sie dort mit minus 30 Grad. Da kommt kein Atlantik-Tief gegen an.“
Was für uns den Vorteil hat: Es wird in den nächsten Tagen wenig Niederschläge, kaum neuen Schneefall geben. Spätestens ab Dienstag genießen wir winterliches Kaiserwetter – trocken, kalt und sonnig.
In Hamburg und Schleswig-Holstein hat der gestrige Winterstart den Berufsverkehr behindert und zu Glätteunfällen geführt. Mehr als 100mal krachte es bis zum Morgengrauen. Autofahrer im Raum Bergedorf blieben laut Polizei von Glatteisunfällen verschont. Dagegen spürte der ADAC den Kälteeinbruch sehr genau. „Wir hatten bis zehn Uhr morgens in Hamburg 215 Einsätze, die meisten davon waren Starthilfe“, sagt Helmut Hastig, stellvertretender Regionalleiter Nord der ADAC-Pannenhilfe an der Kurt-A.-Körber-Chaussee. „Das sind etwa 25 Prozent mehr als an normalen Tagen.“ Mit richtig viel Arbeit rechnet der ADAC-Mann am Montagmorgen: „Unter minus fünf Grad machen viele Batterien schlapp. Wir werden am Montag mehr als 400 Mal rausmüssen.“
Nach jüngsten Erkenntnissen des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven könnte die Klimaerwärmung in der Arktis vermehrt zu kalten Wintern in Mitteleuropa führen: Weniger Frost über dem Pol saugt weniger warme atlantische Luftmassen in den mitteleuropäischen Raum.
4 Kommentare
Eon Hanse meint:
Unser Kommentator HSV arbeitet wohl bei einem Energieversorger? ;-)
HSV meint:
Ich finde es sehr gut, dass der Winter wieder zurück ist, aber wenn er schon da ist, sollte es auch ordentlich schneien!
Jakutsk- Jogi meint:
Was sagen andere Frösche?
http://yowindow.de/weather.php#location_id=gn:2911298&ln=Hamburg
(kann man auch Sibirien einbauen)

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