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Hightech-Projekt öffnet Türen für jedermann

Bergedorf. Rund 500 Gäste haben Mittwochabend die Einweihung des Laser Zentrums Nord (LZN) am Schleusengraben gefeiert. Am morgigen Samstag können sich die Bergedorfer die neue Forschungs- und Entwicklungslabor ansehen. Von 10 bis 16 Uhr öffnet das LZN seine Tore - nicht nur für Technikfreaks.
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Laser Zentrum Nord
Foto: Herbst
Die Einweihungsfeier in der größten Halle des LZN wurde von einer Lichtschau begleitet. Der Tag der offenen Tür soll ohne solchen Effekte auskommen, über die vielfältigen Projekte informieren.
Es gibt bereits erste Hightech-Firmen, die sich im Umfeld ansiedeln wollen, ein Geesthachter Labor-Unternehmen ist kein Einzelfall. Schon vor der Eröffnungsfeier konnte LZN-Geschäftsführer Prof. Claus Emmelmann große Aufträge von der Industrie verbuchen. „Andere Laserzentren sind eher forschungsorientiert, wir dagegen werden stark anwendungsorientiert sein.“
In Bergedorf wird es nicht um Grundlagenforschung gehen sondern darum, mit Partnern moderne Technik zu entwickeln und anwendungsreif zu machen. Die Bandbreite ist riesig, reicht von Produktionstechniken für kleine, medizinische Implantate bis zum Schneiden und Schweißen Tonnen schwerer Teile im Schiffbau. Die Bearbeitung synthetischer Werkstoffe und Roboter gestützte Blechbearbeitung für die Autoindustrie, zählen ebenso dazu, wie der Aufbau extrem leichter Bauteile für die Luftfahrt und der Einsatz von Lasertechnik im Maschinenbau. Für die Kooperation mit Werften verfügt das LZN über den weltweit größten Laser für Schiffbau.
Während der offiziellen Einweihungsfeier lobte Wirtschaftssenator Frank Horch die große Bedeutung für die Wirtschaftsmetropole Hamburg und die Innovationskraft, die von der Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft ausgeht. „Für Neuentwicklungen ist nicht nur Wissen notwendig, sondern auch Zeit und Geld“, befand der frühere Manager von Blohm und Voss und Präses der Handelskammer: Er werde das Fördersystem für Forschung und Entwicklung vorantreiben.
Bergedorfs Bezirksamtsleiter betonte das Engagement und das hohe Tempo aller Beteiligten. „Die Planer, die Mitarbeiter des Bezirksamtes und die beteiligten Behörden haben einen überaus sportlichen Zeitrahmen bewältigt. Und das bei einem Projekt, das über sonst üblichen Vorhaben deutlich hinausgeht“, befand Arne Dornquast. Bergedorfs Bereitschaft, ein rasches Verfahren zu garantieren, war ein wichtiger Faktor für die Standortentscheidung. Nur so konnten 13 Millionen Euro aus dem Bundeskonjunkturprogramm eingeworben werden.
Mit zwei Millionen Euro beteiligt sich die Hauni am LZN. Richard Bauer, Vorstandsvorsitzender der Konzernmutter Körber AG, betonte die Bedeutung für den Standort – wie auch die Körbergruppe: „Wir sind gemeinsam schon soweit, dass wir kommendes Jahr 80 Schleifmaschinen mit Lasertechnik verkaufen werden.“he
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