Laserzentrum
Hightech-Projekt öffnet Türen für jedermann
Donnerstag, 26. Januar 2012 17:46
Bergedorf. Rund 500 Gäste haben Mittwochabend die Einweihung des Laser Zentrums Nord (LZN) am Schleusengraben gefeiert. Am morgigen Samstag können sich die Bergedorfer die neue Forschungs- und Entwicklungslabor ansehen. Von 10 bis 16 Uhr öffnet das LZN seine Tore - nicht nur für Technikfreaks.
Es gibt bereits erste Hightech-Firmen, die sich im Umfeld ansiedeln wollen,
ein Geesthachter Labor-Unternehmen ist kein Einzelfall. Schon vor der
Eröffnungsfeier konnte LZN-Geschäftsführer Prof. Claus Emmelmann große
Aufträge von der Industrie verbuchen. „Andere Laserzentren sind eher
forschungsorientiert, wir dagegen werden stark anwendungsorientiert sein.“
In Bergedorf wird es nicht um Grundlagenforschung gehen sondern darum, mit
Partnern moderne Technik zu entwickeln und anwendungsreif zu machen. Die
Bandbreite ist riesig, reicht von Produktionstechniken für kleine,
medizinische Implantate bis zum Schneiden und Schweißen Tonnen schwerer
Teile im Schiffbau. Die Bearbeitung synthetischer Werkstoffe und Roboter
gestützte Blechbearbeitung für die Autoindustrie, zählen ebenso dazu, wie
der Aufbau extrem leichter Bauteile für die Luftfahrt und der Einsatz von
Lasertechnik im Maschinenbau. Für die Kooperation mit Werften verfügt das
LZN über den weltweit größten Laser für Schiffbau.
Während der offiziellen Einweihungsfeier lobte Wirtschaftssenator Frank Horch
die große Bedeutung für die Wirtschaftsmetropole Hamburg und die
Innovationskraft, die von der Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft
ausgeht. „Für Neuentwicklungen ist nicht nur Wissen notwendig, sondern auch
Zeit und Geld“, befand der frühere Manager von Blohm und Voss und Präses der
Handelskammer: Er werde das Fördersystem für Forschung und Entwicklung
vorantreiben.
Bergedorfs Bezirksamtsleiter betonte das Engagement und das hohe Tempo aller
Beteiligten. „Die Planer, die Mitarbeiter des Bezirksamtes und die
beteiligten Behörden haben einen überaus sportlichen Zeitrahmen bewältigt.
Und das bei einem Projekt, das über sonst üblichen Vorhaben deutlich
hinausgeht“, befand Arne Dornquast. Bergedorfs Bereitschaft, ein rasches
Verfahren zu garantieren, war ein wichtiger Faktor für die
Standortentscheidung. Nur so konnten 13 Millionen Euro aus dem
Bundeskonjunkturprogramm eingeworben werden.
Mit zwei Millionen Euro beteiligt sich die Hauni am LZN. Richard Bauer,
Vorstandsvorsitzender der Konzernmutter Körber AG, betonte die Bedeutung für
den Standort – wie auch die Körbergruppe: „Wir sind gemeinsam schon soweit,
dass wir kommendes Jahr 80 Schleifmaschinen mit Lasertechnik verkaufen
werden.“he
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