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Polizeitaucher suchen im Serrahn nach Tatwaffe

Bergedorf. Die Tauchergruppe der Polizei hat am Donnerstagmittag den Grund des Serrahns abgesucht. Von der Schleusenbrücke aus sollen zwei nach einer Schlägerei flüchtige Täter etwas ins Hafenbecken geworfen haben. Die Kripo hat daher Taucher angefordert, um nach der Tatwaffe zu suchen.
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Polizeitaucher suchen nach Tatwaffe im Bergedorfer Hafen / Serrahn
Foto: Neff
Die Polizeitaucher suchen im drei Grad kalten Wasser nach einer Tatwaffe.
Nur drei Grad hat das Wasser im Bergedorfer Hafenbecken, doch davon durften sich die Polizeitaucher nicht abschrecken lassen. In Neopren- und Trockentauchanzügen stiegen die vier Männer und eine Frau der Tauchergruppe ins Wasser. Ausgerüstet mit starken Tauchlampen, denn auf dem steinigen Grund des Serrahns ist es stockdunkel.
Polizeitaucher Serrahn
Foto: Voigt
Polizeikommissar Kai Koch (stehend) und sein Team kämpften mit der Kälte.
„Ich habe drei Paar Socken an, aber meine Füße sind gleich abgefroren“, bekannte Polizeikommissar und Teamchef Kai Koch schon nach einer Viertelstunde. Vor den Augen zahlreicher Schaulustiger durchkämmten seine Leute systematisch den Gewässergrund. Möglich war dies nur, weil Bergedorfs Schleusenwart Torsten Baldau das Wehr bis auf einen kleinen Spalt geschlossen und so die heftige Strömung reduziert hatte. „Ganz dichtmachen kann ich aber nicht“, meinte er, „dafür ist der Wasserstand zu hoch. „Bei 3,18 Meter haben wir angefangen, jetzt liegen wir schon über 3,30 Meter. Und bei 3,40 Meter läuft das Wasser über die Oberkante.“
Fast zwei Stunden lang suchten die Polizeitaucher das Gebiet vor dem Wehr zum Schlossteich ab. Ein Beamter sicherte die Tauchergruppe von der Brücke aus. Bergedorfs Kripochef Axel Podlech und der Sachbearbeiter des Falls beobachteten die Suchaktion von der Serrahnstraße aus.
Hintergrund des ungewöhnlichen Wassereinsatzes: Vor der Restaurantkneipe „Lavastein“ an der Serrahnstraße war es in der Nacht zum 14. Januar gegen 2 Uhr zu der blutigen Attacke gekommen. Ein 26- und ein 25-jähriger Mann hatten zwei andere männliche Gäste (31 und 23) vor die Tür gelockt und dann überraschend mit roher Gewalt auf sie eingedroschen. Dabei erlitt der 31-Jährige mehrere Jochbein- und Nasenbeinbrüche, kam erst gestern aus dem Krankenhaus. Die beiden Tatverdächtigen wurden kurz nach dem Vorfall in der Alten Holstenstraße festgenommen. Zeugen sahen, wie die zwei Tatbeteiligten etwas in das Hafenbecken warfen. Wegen der Schwere der Verletzungen gehen die Ermittler davon aus, dass dies möglicherweise die Tatwaffe war, mit der einer der Männer zuschlug.
"Wir wissen nicht genau wonach wir suchen", erklärt Kripochef Podlech. Aber die Taucher brachten einige verdächtige Gegenstände an die Wasseroberfläche: Ein Hammer, ein Nothammer aus einem Bus, ein Eisenrohr, eine Billiardkugel, ein Fahrradschloss und eine Pistole. Bei der Schusswaffe handelt es sich aber um eine Spielzeugpistole aus Plastik. "Auch die anderen Gegenstände stehen vermutlich nicht mit unserem Fall in Zusammenhang", vermutet Podlech. „Die gesuchte Tatwaffe ist sicherlich nicht dabei. Wer geht denn schon mit einem Hammer in der Jacke ins ,Lavastein’? Auch einen Billardtisch gibt es da nicht, wenn ich richtig informiert bin. Aber das werden wir noch überprüfen.“
Der Tauchereinsatz der Polizei wurde von zahlreichen Schaulustigen auf der Brücke und am Serrahnufer beobachtet. Die Ermittlungen im Fall der Schlägerei dauern an.tv/cn
2 Kommentare
Simone meint:
Ich frage mich nur, warum die Polizei erst jetzt nach diesen Gegeständen sucht. War denn nicht von vornherein klar, dass die beiden Männer mit Waffen geschlagen wurden? Jetzt werden sie sicher nichts mehr finden!
Florian meint:
Hammer, Spielzeugpistole, alter Schuh, Coladose, tote Katze...

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