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Lichtwarkhaus soll "Haus für alle" werden

Bergedorf. Politik und Verwaltung sind unzufrieden mit dem Lichtwarkhaus. Die aktuelle Nutzung durch das Haus der Jugend, die Freiwilligenbörse und die AWO ist zu spärlich. Jetzt werden Wunschkarten verteilt, um Anregungen zu sammeln.
Lichtwarkhaus
Foto: Rath
Das Lichtwarkhaus soll als Community Center allen offen stehen.
Es liegt zentral und dennoch „im Grünen“. Und ist so groß, dass sein Saal für Podiumsdiskussionen, Tanzcafés und Weihnachtsfeiern genutzt wird: Mit dem Lichtwarkhaus sind Politik und Verwaltung dennoch unzufrieden. Morgen beginnt eine Befragung mit dem Ziel, einiges zu ändern. „Wir wollen die Menschen mitnehmen, keinesfalls irgendetwas an ihnen vorbeiplanen“, sagt Bergedorfs Sozialdezernentin Angela Braasch-Eggert.
Das Lichtwarkhaus soll sich zu einem – Neu-Deutsch – Community-Center wandeln, als „Haus für alle“ diversen Initiativen offen stehen. Jugendliche sollen hier ebenso Angebote finden wie Mütter mit Kleinkindern, junge Familien ebenso wie Singles oder Senioren. Die aktuelle Nutzung mutet etwas spärlich an. Im Wesentlichen teilen sich das Haus der Jugend, der Awo-Seniorentreff und seit kurzem Bergedorfs Freiwilligenbörse das Gebäude zwischen Schiffwasser und Schleusengraben.
„Was dort ist, soll weiter im Lichtwarkhaus bleiben, doch wir wollen es für weitere Menschen öffnen, zudem eine bessere Vernetzung mit zusätzlichen Angeboten erreichen“: Angela Braasch-Eggert weiß um die Probleme im benachbarten Quartier Bergedorf-Süd: Angebote für junge Familien sind Mangelware, mit den Bauten im Gründerzeitviertel sind auch viele Bewohner in die Jahre gekommen. „Wir möchten das Lichtwarkhaus so umgestalten, dass es mehr Senioren ansteuern, um der Vereinsamung zu entgehen.“ Nicht jeder fühle sich zu den Angeboten der Awo hingezogen.
Platzprobleme fürchtet die Vize-Bezirksamtsleiterin nicht. „Mit der Ausweitung des Ganztagsunterrichts werden sich auch für das HdJ Veränderungen ergeben.“ Claudia Messner vom Fachamt für Sozialraummanagement hat es übernommen, das Projekt voranzutreiben. Das Büro üNN (über Normal Null) für Kunst, Bauen und Stadtentwicklung ermittelt zunächst die Wünsche der Bürger.
Vom 26. Januar bis 8. Februar verteilen Mitarbeiter in der Bergedorfer Innenstadt Karten mit der Frage: „Was bringt DICH ins Lichtwarkhaus?“ Messner: „Wer Fragen hat, kann sich gleich an diese Personen wenden. Damit uns die hoffentlich vielen Anregungen auch erreichen, stellen wir eigens rote Briefkästen auf, in die die Teilnehmer die ausgefüllten Karten werfen können.“ Viel Zeit dürfen sich die Bergedorfer nicht lassen, bereits in der zweiten Februarwoche soll die Auswertung beginnen. Messner: „Die Ergebnisse werden am Dienstag, 28. Februar, ab 19 Uhr im Lichtwarkhaus präsentiert.“
2 Kommentare
Augen-auf meint:
@English-Gegnerin: Nirgendwo ist von einer Umbenennung die Rede. Es geht lediglich um eine geänderte Nutzung wofür dieser Begriff als zur Verdeutlichung gewählt wurde. Vielleicht erstmal den deutschen Text aufmerksam lesen...
English-Gegnerin meint:
Community Center - geht´s noch? Warum darf es nicht weiterhin Lichtwarkhaus heißen - und trotzdem für alle Einwohner gute Angebote haben?

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