Laserzentrum
Eröffnung: Am Schleusengraben beginnt die Zukunft
Dienstag, 24. Januar 2012 20:53
Bergedorf. Das Laser Zentrum Nord wird Mittwoch offiziell eingeweiht. Am Sonnabend stellt sich die Technologieschmiede dann mit einem Tag der offenen Tür den Bergedorfern vor. Erläutert wird, wie das gebündelte Licht messen, schneiden, schweißen und Material abtragen kann. Die Forschungsstätte wurde mit insgesamt 21 Millionen Euro gefördert.
Der mit 30 Kilowatt weltgrößte zivile Laser wird erst noch am Schleusengraben 14 einziehen. Das kann allerdings die Einweihung des Laser Zentrums Nord (LZN) nicht aufhalten. Vielmehr wird dieser Tage gefeiert. Am Mittwoch mit den Honoratioren und am Sonnabend von 10 bis 16 Uhr mit allen Interessierten, ob Groß, ob Klein. Alles rund um die Lasertechnologie wird altersgerecht erläutert.
Gestern präsentierten LZN-Hausherr und Geschäftsführer Prof. Dr. Claus Emmelmann, Dr. Bernd Egert, Staatsrat für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Prof. Garabed Antranikian, Präsident der Technischen Universität Hamburg-Harburg, gemeinsam mit Bernd Aufderheide, Chef der Hamburg Messe, was am neuen Bergedorfer Standort möglich sein wird und welche Wechselwirkungen auf die Forschung und Industrie zu erwarten sein werden.
Egert bezeichnete das LZN als weiteren Trittstein zur Innovationsmetropole Hamburg. Die Forschungs- und Entwicklungsstätte wurde mit elf Millionen Euro vom Bund, mit drei Millionen von der Stadt, zwei Millionen von der Körber AG und sechs weiteren Millionen Euro aus der Industrie gefördert. Die Schlüsseltechnologie werde industrielle Fertigungen revolutionieren, das Potenzial sei noch lange nicht ausgeschöpft, so Egert.
Einen kleinen Ausblick auf die Möglichkeiten, die das Bergedorfer Laser Zentrum mit Forschung und Entwicklung bietet, zeichnete Prof. Emmelmann mit einem Beispiel: „Das Abtragen von Material wie in der Zerspanungstechnik wird ungefähr 1000-mal schneller gehen als jetzt. Den Laser gibt es schon, nicht aber die Maschinen, die das umsetzen können. Daran wird gearbeitet.“ Immer gemeinsam mit der TUHH, was Prof. Antranikian sichtlich freute. „Deutschland als Ressourcen armes Land braucht Know-how-Transfer – komplexe, nicht kopierbare Innovation.“ In Bergedorf werde es die Grundlagenforschung geben, auf deren Basis Produkte entwickelt werden könnten.
Messe-Chef Aufderheide unterstrich, dass Unternehmer und Besucher das LZN auch von heute an auf der 13. Nortec auf dem Hamburger Messegelände kennenlernen können.kb
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Dagobert Duck meint:
Na dann schauen sie mal in den Schulen!!! Da sitzen die neuen Dipl.-Ing. aus der freien Wirtschaft, und die müssen zu sehen wie sie klar kommen! Kein Geld, Lernen in Containern, usw. usw. Klar kostet das Forschen viel Geld, aber im gleichen Atemzug kürzen die Politiker das Geld, wo es wirklich nötig wäre.
Rechner meint:
Dipl.-Ing. aus der freien Wirtschaft meint:
„Deutschland als Ressourcen armes Land braucht Know-how-Transfer – komplexe, nicht kopierbare Innovation.“
Stimmt.
Und: Forschung kostet nun mal erst was, bevor sie Profite bringt. Andererseits reden wir hier von etwa 6% der Kosten, welche bisher in die Elbphilharmonie geflossen sind.