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Wie schön darf der Marktplatz werden?

Lohbrügge. Die Entwickler haben ihre überarbeiteten Entwürfe für die Umgestaltung des Lohbrügger Marktes in der Lola vorgestellt. Kritische Stimmen wollen allerdings nicht verstummen. Am 30. Januar entscheidet eine Jury über die Entwürfe.
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Ein Wasserspiel vor der Apotheke am Lohbrügger Markt,  Stühle vor dem kleinen Café und ein grünes "Funktionsband" (1,40 Meter hohe Hecken), in denen sich Stromkästen verstecken lassen: So stellt sich das Planungsbüro Landschaftsarchitektur+ Hamburg die 800 000 Euro teure Umgestaltung des Platzes vor.
Foto: Landschaftsarchitektur +
Ein Wasserspiel vor der Apotheke am Lohbrügger Markt, Stühle vor dem kleinen Café und ein grünes "Funktionsband" (1,40 Meter hohe Hecken), in denen sich Stromkästen verstecken lassen: So stellt sich das Planungsbüro Landschaftsarchitektur+ Hamburg die 800 000 Euro teure Umgestaltung des Platzes vor.
Nicht ein einziger Stuhl mehr hätte in den Saal der Lola gepasst: Große Aufmerksamkeit schenkten die Lohbrügger der für 800.000 Euro geplanten Umgestaltung ihres Marktplatzes. Dabei stellt die rund 6000 Quadratmeter große Dreiecksfläche die drei beauftragten Planungsbüros vor Herausforderungen, sollen hier schließlich weiterhin Wochenmarkt, Parkfläche und Jahrmarkt Platz finden. Zudem zählt zur Auflage, eine Fläche zu gestalten, die zum Verweilen einlädt – alle drei Büros sehen mehr Stühle vor dem kleinen Café vor.
Die Feuerwehr soll mindestens neun Stellplätze bekommen. Sie sind nun östlich des Cafés, also zur Straße Lohbrügger Markt hin, vorgesehen – und mit Pollern abgesichert. „Wir müssen schnell zum Gerätehaus kommen und haben im vergangenen Jahr immerhin 180 Einsätze gefahren“, erläuterte Feuerwehrmann Matthias Hedemann.
Statt bislang etwa 200 soll es für die Lohbrügger nur noch gut 130 Stellplätze geben. Das Planungsbüro Schmeck-Junker indes schafft es doch noch auf 173 Plätze: 19 Autos könnten direkt hinter der Hecke (ein „Funktionsband“, in dem Lampen und Stromkästen versteckt werden) neben dem Fahrradweg längs an der Straße parken. Dem Markt blieben immer noch 550 Verkaufsmeter entlang einer drei bis vier Meter breiten Gasse. Dennoch sind die Markthändler nicht zufrieden: Zu- und Abfahrt sind nach dieser Planung im Ringverkehr allein über die Leuschnerstraße vorgesehen – Staus beim Auf- und Abbauen wären kaum vermeidbar. Und auch der Betonstein in „Parkett“-Optik macht die Händler nervös, die warnen: „Das Parkett hält unsere Marktstände nicht aus, wenn wir rangieren. Allein der Musikexpress hat viele Tonnen auf jeder Achse, überlegt euch das.“
Um an das alte Dorf Lohbrügge-Sande anzulehnen, hat sich das Team Ehlers-Schuppler auf sandfarbenen Asphalt verlegt, der von mit Lichtleisten versehenen Stützmauern („eine schräge Parkkante“) umrahmt wird. Die Planer wollen im Westen einen zwei Meter breiten Gehweg entlang der Apotheke und des Kinder-Kulturhauses schaffen, einen grünen Eingang zum Leuschnerpark. Auf der anderen Seite sei eine neue Querung zum Ludwig-Rosenberg-Ring denkbar – diese Idee stieß bei manchem Anwohner jedoch auf Unverständnis: „Man könnte einen Haufen Geld sparen, wenn man zehn Meter weiter nach links geht“, entrüstete sich ein Zuhörer.
Dort, wo jetzt die Marktschreier-Skulpturen und auch die Glascontainer stehen, sieht das Büro Munder-Erzepky einen Ort zum Verweilen – wenn die Baumreihe durch eine Mauer eingefasst wird, Sitzauflagen und indirekte Beleuchtung installiert werden. Vier Zuwege zum asphaltierten Platz sind geplant, jeweils mit Sitzplätzen am Eingang.
Angesichts der neuen „Aufenthaltsqualität“ erntete das Bezirksamt, das bereits seit 2010 ein Entwicklungskonzept erarbeitet, verwunderte Zurufe: Zu teuer und zu aufwendig sei die Überplanung, war nun zu hören. Eine Lohbrüggerin kritisierte: „Da wird viel Geld in die Hand genommen, um Parkplätze zu vernichten. Da will doch keiner verweilen, sondern bloß parken, um zum Einkaufen zu gehen.“ Auch Marlies Gröbner von der Elefanten-Apotheke meldete sich: „Ich habe Unterschriften gesammelt und alle waren gegen eine Umgestaltung in großem Rahmen. Nur die Ausleuchtung muss besser werden.“
Dass es Änderungen geben wird, darin hegt Angela Braasch-Eggert keine Zweifel. Die Vize-Bezirksamtsleiterin stellte klar: „Bevor nächstes Jahr die Alte Holstenstraßen umgestaltet wird, soll der Platz fertig sein. Am 30. Januar entscheidet eine Jury. In ihr sind ja auch je ein Vertreter der Markthändler und der Freiwilligen Feuerwehr.“
11 Kommentare
Bergedorfer Nummer 7 meint:
@ Das Phantom: Die Miniermotte befällt die Blätter der Kastanie, jedes Jahr wieder. Ihre Brut überwintert auf dem Boden innerhalb des abgefallenen Laubes. Es gibt noch kein wirklich wirksames Gegenmittel, das aufsammeln und verbrennen des Laubes ist eine Möglichkeit zur Eingrenzung des Schadens. Solche Aktionen kosten natürlich viel Geld. Wobei der betroffene Baum mit der Krankheit jahrzehntelang überleben kann.
DAS wäre also kein Grund, einen Baum zu fällen.
Außerdem: Was ist denn am Lohbrügger Markt kaputt? Wieso muss der Platz neu gestaltet werden? Was mag Frau Braasch-Eggert denn nicht daran? Ein abgesperrter Bereich zum parken für die FF, ein paar Bänke, und gut! Wieso muss es immer gleich ein sechsstelliger Eurobetrag sein?
Bergedorfer Politiker, besinnt Euch auf Eure eigentlichen Aufgaben!!!
Der Fuchs meint:
A-pro Po. Der große Baum vorne an an der Kreuzung der muß bleiben, ohne wenn und aber. denn dieser Baum schreibt Geschichte. Ich bin zwar kein Grüner aber ich liebe nun mal große alte Bäume.
der fuchs meint:
Der Lohbrügger Marktplatz sollte so bleiben wie er ist. Wenn dort Bäume stehen würden und eine Menge Bänke stehen ,davon halte ich nichts. Wo soll denn im Notfall der Rettungshubschrauber landen??? , ne Leute last das alles so wie das ist.

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