Fischtreppe

Sterneköche fischen statt Forelle nur Gummiente

Foto: NEWS & ART/Carsten Neff

Bergedorf. Die Bergedorfer Fischtreppe wird bundesweit berühmt – leider nur als negatives Beispiel. Für die kommende Staffel von „Mario Barth deckt auf“ (RTL) hat die Produktionsfirma gestern den ganzen Tag über am Serrahn gedreht.

„Mario Barth geht in der Sendung den krassesten Fällen von Steuerverschwendung auf die Spur“, erklärt Redakteur Harald Hotz. „Und wir haben das Gefühl, die Fischtreppe hier in Bergedorf ist so ein Fall.“ 1,65 Millionen Euro habe das Stahlmonstrum gekostet, durchschnittlich lediglich drei Fische am Tag würden die Treppe nutzen.

Und weil Comedian Mario Barth nicht persönlich jeden Fall von Misswirtschaft eingehend untersuchen kann, schickt er seine prominenten „Spürhunde“ durch die Lande. So nahmen die Sterne-Köche Ralf Zacherl und Mario Kotaska, bekannt aus der VOX-Sendung „Küchenchefs“, den Fischpass unter die Lupe. „Als Köche haben sie ja Ahnung von Fisch, wenn auch eher in der Pfanne“, begründet Redakteur Hotz augenzwinkernd. Ohnehin wollen die Fernsehmacher das ernste Thema „Steuerverschwendung“ doch mit dem nötigen Humor betrachten.

Ein DLRG-Boot brachte die beiden Promi-Köche zur Treppe, wo sie mit Wathosen, Kescher und Schwimmwesten (!) ausgerüstet auf Fischfang gingen. Wenig überraschend: Auch eine große Dose Fischfutter konnte keine einen einzigen Fisch anlocken. Am Ende schwimmt nur eine gelbe Gummi-Ente im Fangnetz.

Was die Interviewpartner vor dem RTL-Mikrofon zur Fischtreppe sagen, lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung / Lauenburgische Landeszeitung vom Dienstag, 19. August. E-Paper / Abo.