Altkleider-Sammlung Illegaler Container wirbt mit falschem Aufkleber

Foto: Bettina Biester

Neuallermöhe. In Bergedorf tauchen immer wieder illegale Altkleidercontainer mit gewerblichem Hintergrund auf. Dabei täuschen die Aufsteller mit dreisten Behauptungen Seriosität vor – so wie an der Ursula-Querner-Straße.

Altkleider sind ein begehrtes Gut. Deutschlandweit werden damit jährlich etwa 250 Millionen Euro umgesetzt. Doch nicht immer arbeiten die Verwerter mit legalen Methoden.

Am Ende der Ursula-Querner-Straße steht ein großer, grüner Container der Firma „SP Textilverwertung“ – bis unter die Luke gefüllt mit Kleidung gutgläubiger Spender. Genehmigt ist er nach Angaben des Bezirksamtes allerdings nicht. Besonders dreist ist daher auch der Aufkleber, der auf dem Sammelbehälter prangt: „Dieser Container ist genehmigt, widerrechtlich dazugestellte Container werden sofort kostenpflichtig eingezogen!“

Die Gesetzeslage ist klar: Wer einen Container auf öffentlicher Fläche aufstellen will, braucht eine Sondernutzungserlaubnis des Bezirksamtes sowie eine Sammelgenehmigung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Dass illegale Altkleidercontainer zurzeit wieder vermehrt auftauchen, dafür hat Andree Möller von der Stadtreinigung eine Erklärung: „Die Preise für Alttextilien sind im Höhenflug.“ Zwischen 400 und 450 Euro werden derzeit pro Tonne unsortierter Altkleidung gezahlt.

Wie man bei einer Altkleiderspende sicher gehen kann, keinen dubiosen Verwerter zu erwischen, lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung / Lauenburgische Landeszeitung vom Mittwoch, 16. Juli. E-Paper / Abo.