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Jetzt füllt sich das neue Laser Zentrum mit Leben

Bergedorf. 15 Monate nach Baubeginn füllt sich die prägnante Anlage am Schleusengraben Höhe Kath, in der künftig die allerneuesten Erkenntnisse der Lasertechnik auf die Anforderungen der Industrie zugeschnitten werden, mit Leben.
Laser Zentrum
Foto: Christina Rückert
Mit dem Möbelaufbau hat Techniker Marco Koslowski (28) eigentlich nicht zu tun. Doch Stühle und Tische lagern zurzeit übergangsweise in den künftigen Einhausungen einiger Laser.
Es riecht nach frischer Farbe, nach Plastik und Staub – der typische Geruch eines Hauses, das gerade bezogen wird. Nur dass es sich bei diesem Neubau nicht um ein Eigenheim handelt, sondern um eines der modernsten Unternehmen Hamburgs – das Laser Zentrum Nord. Damit schon in einer Woche die ersten 30 Mitarbeiter einziehen können, werden derzeit Möbel, Maschinen und andere Technik angeliefert.
Fünf große Lastwagen wurden allein für das Mobiliar benötigt. Eingeschweißte Stühle, Tische, Schränke stehen nun zu Dutzenden in einer der Hallen und dort sogar in den künftigen Einhausungen einiger Laser. Natürlich nur eine Zwischenlagerung, da in der oberen Verwaltungsetage noch an einigen Böden gearbeitet wird. Schon bald sollen die Möbel in die Büros umziehen. „Sie müssen dafür von außen über eine Hebebühne durch die Fenster gehoben werden“, sagt Angela Einfeldt, Assistenz der Geschäftsführung der Laser Zentrum Nord GmbH. Denn der Aufzug ist noch nicht in Betrieb – und über die Treppen wäre das Möbelschleppen zu mühselig.
Auch in den Sanitärbereichen legen derzeit die Handwerker letzte Hand an. Knallgelb leuchten in den WCs und Duschen die Wände und die Fliesen. Ohnehin ist Gelb die vorherrschende Farbe im Laserzentrum. „Die Idee ist, dass überall dort gelber Boden ist, wo man sich ungefährdet bewegen kann“, sagt Diplom-Ingenieur Marc Kirchhoff, Betriebsleiter Technik. Gelbe Wände und graue Böden sollen hingegen „Achtung“ bedeuten: Dort beginnen dann die Hallen und Laborbereiche mit ihren modernen und empfindlichen Maschinen.
Diese Maschinen sind das Herzstück des Laserzentrums, das ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Hamburg und der TuTech, einer Tochter der Technischen Universität Harburg, ist. Unternehmen aus Schiffbau, Flugzeug- und Maschinenbau oder auch Medizintechnik können hier künftig nach Lösungswegen forschen lassen, wie sie ihre Arbeitsprozesse mittels Lasertechnik optimieren können. Neu ist etwa die Möglichkeit, ein Produkt aus Metallpulver zusammenzusetzen, indem die Pulverschichten aufeinander gelegt und mit Laser verschweißt werden. So wird Abfall gespart, der entstünde, wenn das Produkt aus einem Metallblock herausgeschnitten werden müsste.
In dem „Generierbereich“, wo dieses Verfahren angewendet wird, stehen bereits viele Apparate. Einige sind noch in Folie eingeschweißt, andere sind bereits angeschlossen. „Alle Maschinen haben in Harburg aber schon einen Probebetrieb durchlaufen“, sagt Angela Einfeldt. Da sie in diesem Jahr noch abgenommen werden mussten, war ein Testlauf unvermeidlich. In Bergedorf wäre die Zeit letzlich doch zu knapp geworden.
Auch in den beiden größten Hallen stehen bereits einige Maschinen. Insgesamt wurden zwölf Fuhren neue Technik angeliefert. Und es ist immer noch nicht alles da: Der Super-Laser beispielsweise, der mit 30.000 Watt das leistungskräftigste ist, das die Welt derzeit kennt, wird erst im Februar geliefert.
Die offizielle Eröffnung des Laser Zentrums (20 Millionen Euro Kosten inklusive Infrastruktur) ist für den 25. Januar geplant. Am Sonnabend, 28. Januar, soll es dann einen Tag der offenen Tür für Interessierte geben.
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