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Die Kunst, für Kinder das richtige zu finden

Bergedorf. In jedem Jahr dieselbe Frage: Was schenke ich meinen Kindern zu Weihnachten? Ist die schenkende Verwandtschaft groß, türmen sich in vielen Kinderzimmern bereits Spielzeugberge aus den Vorjahren.
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Saturn-Mitarbeiter Christina Puls (32) und Fritz Strehlke (25) präsentieren eine Playstation-Move für 299 Euro. „Die Geräte gehen weg wie warme Semmeln“, sagt Strehlke.
Foto: Schütt
Saturn-Mitarbeiter Christina Puls (32) und Fritz Strehlke (25) präsentieren eine Playstation-Move für 299 Euro. „Die Geräte gehen weg wie warme Semmeln“, sagt Strehlke.
„Ich schenke mittlerweile Geld. Die haben doch alles“, sagt etwa Wilhelmine Struth (74) aus Bergedorf. Von der Playstation bis zum Computer – ihr Enkel (9) ist bereits voll ausgestattet.
Doch dies ist nicht die Regel. Nach einer Umfrage der Hamburger Statista GmbH unter mehr als 17.000 Befragten stehen bei den Eltern von unter Zwölfjährigen Bücher, Puzzles oder Bausätze weit vor Videospielen auf der Einkaufsliste zu Weihnachten. Für 12- bis 18-jährige Geschenkempfänger führen dann Videospiele vor Büchern und Bargeld die Liste an.
Oft sind die Ansprüche der Kinder hoch. Mehr als 300 Euro pro Kind geben Eltern im Schnitt zu Weihnachten aus. Die Klassiker für Jungen wie die Carrerabahn oder Flexi Trex gehen zwar nach wie vor über den Ladentisch, „aber ich hoffe noch auf mehr Kundschaft“, sagt die Filialleiterin von „BR-Spielwaren“ im CCB. So richtig habe das Weihnachtsgeschäft bei ihr noch nicht begonnen.
Ganz anders bei Saturn. Playstation und X-Box gingen in der ersten Dezemberwoche fast 100 Mal über den Ladentisch. Ein Umsatzplus von fast 30 Prozent gegenüber November. „Der Trend ist ganz klar: In immer mehr Kinderzimmern stehen jetzt virtuelle Spielgeräte“, sagt Verkäufer Fritz Strehlke. Vor allem Geräte mit Bewegungssteuerung (Wii und X-Box) werden immer stärker nachgefragt.
Eltern, denen die Wünsche ihrer Kinder zu teuer oder aus anderen Gründen nicht recht sind, rät der Bergedorfer Psychologe Ludger Skibowski: „Lassen Sie sich nicht mit Totschlag-Argumenten herumkriegen. Wenn alle Kinder in der Klasse ein Smartphone haben, muss es nicht deswegen richtig sein.“ Entscheidend sei das Gespräch mit dem Kind über den Geschenkwunsch, und dies dürfe nicht beim Preis beendet sein. Ebenso wichtig ist die Auseinandersetzung mit dem begehrten Gegenstand: „Was ist daran wichtig, warum musst Du es haben?“ Solche Gespräche erforderten Zeit und Zuwendung – das Kostbarste, was man Kindern geben könne.
Wie halten Sie es mit den Weihnachtsgeschenken? Was schenken Sie? Wir freuen uns über Ihre Meinung, nutzen Sie die Kommentarfunktion.
1 Kommentar
Chris meint:
Ich verschenke inzwischen wieder klassisch Kleidungsstücke wie Socken und andere Unterwäsche sowie Erlebnisse und Kultur. Außerhalb der Familie werden Lebens- und Genussmittel verschenkt, die sich die Beschenkten sonst nicht kaufen würden.

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