Schleusengraben

Bergedorfs „Silicon Valley“ lockt auch Siemens

Foto: NEWS & ART/Carsten Neff

Bergedorf. Am Montagvormittag haben Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Vertreter der HAW am Schleusengraben den Grundstein für den 7,5 Millionen Euro teueren Energiecampus gelegt.

Jetzt blickt Hamburg nach Bergedorf: „Hier entsteht das ‚Silicon Valley’ für erneuerbare Energien“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz.vor rund 120 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Forschung. Darunter Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeld mit Staatsrat Dr. Horst-Michael Pelikan und Dr. Bernd Egert, Staatsrat der Wirtschaftsbehörde.

„Hier werden Wirtschaft und Wissenschaft kooperieren, ebenso mehrere Hochschulen untereinander“, sagte Scholz. „Hamburg setzt auf die junge Technologie der erneuerbaren Energien. Wir wollen bei ihrer Entwicklung ganz vorn dabei sein. Heute ist ein wichtiger Tag für unsere Stadt und ganz besonders für Bergedorf.“

Von November an soll der Energie-Campus sowohl die Windkrafttechnik erforschen als auch neue Speichermethoden und intelligente Stromnetze, die auf die stark schwankenden Erträge erneuerbarer Energien reagieren. Ferner geht es um die Umweltauswirkungen von Windkraft und die Akzeptanz durch die Menschen.

Doch die Perspektive der Schleusengraben-Region geht noch viel weiter: Das Fraunhofer-Institut für Silizium-Speichertechnologie (ISIT) aus Itzehoe sucht bereits Räume für eine bis zu 20 Mitarbeiter große Außenstelle im Umfeld des Energie-Campus. Und fast heimlich hat sich schon Siemens am Schleusengraben angesiedelt: Direkt neben der Baustelle des Energie-Campus bauen die Münchner eine Wärmespeicher-Erprobungsanlage.

Warum die kleine Gruppe Demonstranten gegen die riesigen Windräder den Bürgermeister nicht wirklich beeindruckten und wann die Forschungsanlage in Betrieb gehen soll, lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung / Lauenburgischen Landeszeitung vom Dienstag, 25. Februar 2014. ePaper / Abo