Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/bergedorf/article120830/Videospot_soll_Kinder_zum_Zeitunglesen_motivieren.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Videospot soll Kinder zum Zeitunglesen motivieren

Bergedorf. Im Rahmen der Aktion "Kluge Kinder lesen Zeitung" soll ein Videofilm Schulkinder zum Zeitunglesen motivieren. Die Botschaft: Lesen macht Spaß und macht schlau. Das Video wird auf unterschiedlichen Portalen im Internet und im CCB gezeigt.
Zurück Bild 1 von 4 Weiter
Dreharbeiten für das Video "Kluge kinder lesen Zeitung" im Bergedorfer Schlosspark. Johannes Bünger filmt Laurenz mit seiner Kamera.
Foto: bz
Dreharbeiten für das Video "Kluge kinder lesen Zeitung" im Bergedorfer Schlosspark. Johannes Bünger filmt Laurenz mit seiner Kamera.
Sie duften nach Kakao und Vanille, locken mit Buttertrüffel-Zartbitter, Nougatcreme und Pistazie-Marzipan. Es scheint, als würden sie ihm keck aus der festlich glänzenden Verpackung zublinzeln und immerfort flüstern: Nasch mich! Aber von den zartschmelzenden Pralinen trennen Laurenz noch mehrere Tage. Unbeobachtete Momente, in denen er eine Süßigkeit stibitzen könnte, wird es nicht geben, denn Laurenz wird die ganze Zeit von einer Kamera begleitet. Schließlich ist der Sechsjährige der Hauptdarsteller des Films „Kluge Kinder lesen Zeitung“, der ab heute auf der Internetseite unserer Zeitung gezeigt wird. Der kleine Bergedorfer weiß: Kluge Kinder lesen Zeitung, können damit aber noch sehr viel mehr anfangen.
Laurenz, leger in Jeanshose und grünem Poloshirt gekleidet, bewegt sich schon am ersten Drehtag vor der Kamera von Johannes Bünger wie ein Profi. Während Autorin Christine Stanke vor einem Hauseingang an der Kurt-A.-Körber-Chaussee einen letzten Blick ins Drehbuch wirft, macht sich der Erstklässler für die erste Szene warm. Ein paar Mal auf einem Bein hüpfen, die Treppenstufen rauf- und runterspringen – dann kann es losgehen.
Die erste Szene sieht leicht aus, hat es aber in sich. Immer wieder muss der Sechsjährige die Haustür öffnen und beherzt nach der Bergedorfer Zeitung greifen, die der Austräger frühmorgens in den glänzenden Briefkasten gelegt hat. „Jetzt bitte!“, ruft die Autorin durch die geschlossene Haustür, das Startzeichen für Kameramann Bünger. Fröhlich tritt Laurenz aus der Tür, zieht die Zeitung aus dem Kasten und strahlt mit der Morgensonne um die Wette. Mehrmals wird die immergleiche Szene gedreht. Und Laurenz spielt so souverän, als hätte er sein ganzes Leben nichts anderes gemacht.
Lampenfieber, Bammel vor der Kamera oder Respekt vor dem Mikrofon, das mit seinem Puschelfell aussieht wie ein berauschtes Eichhörnchen? „Nöö“, sagt der Nachwuchsschauspieler und schaut bei der Frage fast ein bisschen verständnislos. Ist doch alles ein großes Spiel, eine Mordsgaudi. Dass der Rest des Filmteams immer wieder nach oben schaut und besorgt die Wolken am Himmel beobachtet, bekommt der kleine Bergedorfer gar nicht mit.
Mit flinken Fingern bastelt er aus einem Teil der Zeitung wie gewünscht einen Sonnenhut und hüpft vor laufender Kamera an der Hand seiner Filmmama fröhlich Richtung Schloss. Die hat einen prall gefüllten Weidenkorb mit Lebensmitteln in der Hand, und die leckeren Pralinen sind in greifbarer Nähe. Aber, leider: Naschen verboten!
Beim Anblick des Schlossteiches fliegt das Zeitungsmützchen in hohem Bogen auf den Rasen, schnell bastelt Laurenz daraus ein Schiffchen, das er wenig später vom Ufer aus auf die große Reise schicken wird. Wäre doch gelacht, wenn eine Zeitung nicht mehr zu bieten hätte als sehr viele Informationen, Unterhaltung und Lesestoff. Unzählige Male hat Laurenz das Bauen von Zeitungsbooten zu Hause geübt, damit jeder Handgriff sitzt, wenn am Set die „Klappe“ fällt.
Ein Kameraassistent sorgt mit einem Reflektor für das passende Licht, der ganze Park sieht später im Film wie in warmes Licht gehüllt aus. Mittlerweile säumen Schaulustige den Weg, beobachten gespannt, wie der Junge seine Rolle meistert. Ein Filmteam im Schlosspark, das sieht man auch nicht alle Tage.
Für Laurenz könnte es ewig so weiter gehen, doch Christine Stanke und ihr Team müssen Improvisationstalent beweisen. Dem Wetter sind die Dreharbeiten nämlich ziemlich schnuppe – es regnet plötzlich wie aus Eimern. Unterstützung gibt es vom Café Chrysander. Die Restaurant-Crew lädt das Filmteam spontan ein, die letzte Szene im Gartencafé unter den schützenden Sonnenschirmen zu drehen. Mit ihrem roten Roller transportiert Christine Stanke die Requisiten zum neuen Drehort, Kameramann und Tonassistent schleppen die Technik heran. Die Gäste erklären sich sofort bereit, Statisten zu spielen, plaudern leise weiter, schlürfen Milchkaffee. Aus den Augenwinkeln beobachten sie unbemerkt von der Kamera, wie Laurenz an der Hand seiner Filmmutter das Café betritt, sich an einen Tisch setzt und sehnsuchtsvoll einen Blick auf die Pralinen wirft. Verführerisch duften die nach Kakao und Vanille – und das schon seit Stunden. Ob es dem kleinen Bergedorfer gelungen ist, eine Praline zu naschen und welche Rolle unsere Zeitung dabei spielt? Sehen Sie selbst …

Bergedorfer Zeitung Online


Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008