01.08.13

Vierländer Ewer

Endlich hat "Uns Ewer" seinen Mast

Bergedorf. Die Schiffbauer haben den fast eine Tonne schweren Mast an Bord des "Vierländer Ewers" gehievt. Noch in diesem Jahr soll der Nachbau nach historischem Vorbild segeln.

Am Donnerstagmittag haben die ehrenamtlichen Schiffsbauer den knapp 1000 Kilo schweren Mast auf den Rumpf des Vierländer Ewers gehievt und dort in Mastfuß und Mastgabel positioniert.
Foto: NEWS & ART/Carsten Neff Am Donnerstagmittag haben die ehrenamtlichen Schiffsbauer den knapp 1000 Kilo schweren Mast auf den Rumpf des Vierländer Ewers gehievt und dort in Mastfuß und Mastgabel positioniert.

Acht kräftige Männer und einen Flaschenzug brauchte es, um den 14 Meter langen Mast vom Werftponton an Bord des Ewers zu hieven. Ganz vorsichtig – Zentimeter für Zentimeter – schoben die ehrenamtlichen Bootsbauer am Donnerstagmittag das fast eine Tonne schwere Rundholz (Douglasie aus dem Bergedorfer Gehölz) in den vorbereiteten Koker, den Mastfuß.

Die Balance des Holzschiffs stimmt

Werftchef Bernd Thal ist zufrieden: "Der Ewer ist gut ausbalanciert. Ob wir Ballast brauchen, wird sich allerdings erst unter Segeln zeigen." Zuvor war der Ponton von Hamburgs kleinster Schiffswerft am Mittwoch aus dem Serrahn vor die Krapphofschleuse verlegt worden. Der Ewer wird allerdings weiter im Bergedorfer Hafen an zwei Dalben festmachen.

Die Segel liegen bereits fertig bereit

Bevor der kippbare Mast zum ersten Mal senkrecht steht, müssen die Beschläge montiert, der eiserne Jütbaum mit der Hebeeinrichtung angebracht und der Gaffelbaum angepasst werden. Und es fehlt noch ein 40-Millimeter-Loch für den Mastbolzen, für die Bohrung fehlte gestern der Strom. Die Segel sind bereits fertig genäht. Segellehrer Carsten Weide verspricht: "Noch in diesem Jahr werden wir das Tuch hissen."

Zentimeterarbeit: Werftchef Bernd Thal und Hans Siede positionieren den 14-Meter-Mast im Mastfuß, dem sogenannten Koker. Dort wird er mit einem Bolzen kippbar fixiert.
Foto: NEWS & ART/Carsten Neff Zentimeterarbeit: Werftchef Bernd Thal und Hans Siede positionieren den 14-Meter-Mast im Mastfuß, dem sogenannten Koker. Dort wird er mit einem Bolzen kippbar fixiert.
cn
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