Wettbewerb
Lohbrügger Markt soll 2012 umgestaltet werden
Dienstag, 9. August 2011 20:40
- Von Thomas Voigt
Lohbrügge. Die Verjüngungskur für Bergedorfs Sachsentor ist weitgehend abgeschlossen, nun rückt Lohbrügge in den Fokus. Noch bevor die Fußgängerzone modernisiert wird, ist der Lohbrügger Markt dran. Das Bezirksamt braucht grünes Licht für ein Wettbewerbsverfahren.

Foto: Voigt
Nicht nur die Kunden und Händler (hier Patricia Knötzsch aus Kirchwerder mit Gemüsehändlerin Birgit Scharnberg) dürften sich über die Umgestaltung des Marktplatzes freuen. (Archivfoto)
Er sei „etwas überrascht“, bekundet CDU-Fraktionschef Sven Noetzel angesichts der Verwaltungsvorlage für den Donnerstag tagenden Hauptausschuss (Rathaus, 17.30 Uhr). „Ich kann für den Lohbrügger Markt keinen akuten Handlungsbedarf erkennen.“
Es gäbe zwar Optimierungsmöglichkeiten, „die Kennzeichnung von Parkplätzen oder die Zu- und Abfahrt zur Leuschnerstraße unmittelbar an einer Kurve“, so Noetzel. Angesichts vieler desolater Straßen und Wege „kann es aber nicht sein, dass wir knappe Bezirksmittel in ein solches Vorhaben stecken“.
Die Aufwertung Lohbrügges müsse auch den Marktplatz umfassen, befindet dagegen Peter Gabriel, SPD-Fraktionsvize und Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses. In Workshops solle mit Hilfe von Experten geklärt werden, was möglich und sinnvoll ist: „Es geht aber nicht darum, die Zahl der Parkplätze auf dem Lohbrügger Markt zu reduzieren, weil in absehbarer Zeit – nach Fertigstellung des ZOB – die Busse vom Sander Markt verschwinden, er wieder weitgehend für Autos zur Verfügung steht“, betont Gabriel. Sehr wohl aber könne ein Ziel sein, die Zahl der Dauerparker zu beschränken, um auf diese Weise mehr Stellflächen für Kurzzeitparker verfügbar zu halten.
„Der Marktplatz ist baulich kaputt, muss neu hergestellt werden“, sagt Bezirksamtsleiter Arne Dornquast. Statt die Fläche nur zu asphaltieren, solle geklärt werden, wie sie in die Entwicklung Lohbrügges einbezogen werden könne. Dabei soll das Areal weiterhin für Volksfeste und den Wochenmarkt zur Verfügung stehen, dazu mit einer verbesserten Stromversorgung für die Stände versehen werden. „Statt Kabel offen über den Markt zu legen, sollen sie künftig unter dem Asphalt verschwinden“, erläutert Marlies Sturm, zuständige Abteilungsleiterin im Verbraucherschutzamt. Viel mehr sei aus Sicht des Marktbetriebs nicht nötig. „Der Markt funktioniert hervorragend, hat den größten Zuspruch aller Wochenmärkte im Bezirk, dabei soll es bleiben“, meint auch Dornquast. Ziel sei, durch eine bessere Gestaltung die Ordnung zu verbessern.
Das Bezirksamt möchte grünes Licht für den Wettbewerb dreier Gruppen aus Freiraum- und Verkehrsplanern. Das Verfahren mit öffentlicher Beteiligung soll möglichst rasch beginnen, damit die Ergebnisse bereits 2012 umgesetzt werden können. Dornquast: „Allein im Bergedorfer Tiefbauprogramm sind dafür gut 400.000 Euro vorgesehen – nach der Systematik des ‚RISE’-Programms kämen noch einmal Bundesmittel in gleicher Höhe dazu.“ RISE ist das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung, mit dem Hamburg zurzeit 49 Gebiete städtebaulich fördert.
Ebenfalls noch 2011 möchte Dornquast den Startschuss für die Planungen zur Lohbrügger Fußgängerzone, einem Millionen-Projekt. Die Modernisierung ist für 2013 vorgesehen: „Bis dahin sollten die Beteiligungs- und Planverfahren abgeschlossen sein.“

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Walter Maßmann meint:
Vergleiche, Billstedt, Rahlstedt, usw.! Dieses mit viel Geld
zu zerstören, ist mir nicht nachvollziehbar.
Herr Gabriel, ein Vierländer, der seinen Wählern, den Vier-
ländern Gemüse- und Blumenbauern dermaßen in den Rücken fällt, hat in Bergedorf nichts zu suchen.
Schnecke meint:
Lasst Lohbrügge so wie Lohbrügge ist: Heimatlich! Auch wenn ich bald von hier wegziehe!
Joker meint: