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Energiekonzern RWE will in Umwelttechnik schulen

Lohbrügge. Experimente mit erneuerbaren Energien werden an der Stadtteilschule Lohbrügge finanziell von RWE gefördert.
Emsig dreht der 16-jährige Allen Boachie-Ocran an der Kurbel. Seine Mitschüler vom Profil „Energietechnik“ und Dr. Markus Mönig (RWE) sowie Wolfgang Gärthe (Euro-Schulen-Organisation, rechts) schauen gespannt zu.
Foto: Anne Strickstrock
Emsig dreht der 16-jährige Allen Boachie-Ocran an der Kurbel. Seine Mitschüler vom Profil „Energietechnik“ und Dr. Markus Mönig (RWE) sowie Wolfgang Gärthe (Euro-Schulen-Organisation, rechts) schauen gespannt zu.
Am liebsten würden sie eins aufs Dach kriegen, und zwar ein eigenes Windrad, das wirklich effektiv Energie produziert. „So etwas kostet gut 10.000 Euro“, weiß Volker Steiff, der mit seinen Neunt- und Zehnklässlern der Stadtteilschule Lohbrügge bereits kleine Modelle gebaut hat. Der Lehrer unterrichtet das Profil „Energietechnik“ und experimentiert mit Windkanälen, Magnetspulen, Brennstoff- und Solarzellen. Dass sich der Traum bald erfüllen könnte, ist der RWE Dienstleistungen GmbH zu verdanken, deren Geschäftsführer Dr. Markus Mönig gestern mit einem großen Koffer am Binnenfeldredder erschien.
Kein Geld war drin, aber viel Knowhow und Technik: „Ich bin jetzt die Nordsee und drehe doll an der Kurbel“, sagt Allen Boachie-Ocran (16) und zeigt seinen Klassenkameraden, dass die kleine Glühlampe leuchtet. Solche Experimente, aber auch Vorträge von Experten werden zwei Jahre lang von RWE bezahlt. Möglich ist auch ein Ausflug zum Energie-Lehrpfad oder eine Reise zu einer der anderen neun deutschen Schulen, die für die „Bildungsinitiative Energie“ ausgewählt wurden.
Als Umweltschule und Klimapilotschule haben sich die Lohbrügger bereits profiliert. Jetzt freut sich Schulleiter Thorsten Schumacher über diesen nächsten Schritt: „RWE unterstützt uns mit bis zu 30.000 Euro. Und über die Organisation der Euro-Schulen können wir pädagogische Konzepte anbieten, damit erneuerbare Energien noch besser im Unterricht behandelt werden, das Thema zugleich in die Berufsorientierung einfließt.“
Derzeit sucht der Energiekonzern RWE für seinen Hamburger Sitz am Überseering zwei Ingenieure. „Aber zum Anfang könnt ihr bei uns auch sehr gern ein gewerblich-technisches Praktikum machen“, wirbt Dr. Mönig. Angesichts dessen, dass die RWE in Deutschland drei Atomkraftwerke betreibt, betont er, die Initiative habe nichts mit „greenwashing“ zu tun: „Die Bildung steht im Vordergrund. Auch weil fossile Rohstoffe wie Öl, Gas und Kohle zur Neige gehen, sind neue Ideen gefragt.“
1 Kommentar
Dezentrale Energieversorgung heißt das Gebot der Stunde meint:
Man sucht also Ingenieure und invesiert in die Bildung von zukünftigen eben diesen. An sich ein lobenswertes Unterfangen.
Aber warum wird nicht das Windrad für 10.000 Euro gebaut und "nur" 20.000 Euro investiert? - Weil jedes Windrad den Gewinn von RWE schmälert, aber jeder Arbeitnehmer den Gewinn erhöht!
Das soll nichts mit Weste weiß waschen zu tun haben?
Nachtigal ick hör dir trappsen.

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