"Fracking-Freies Hamburg"

Kampf für sauberes Wasser

Anti-Fracking-Tag: Vierländer demonstrieren in Hamburg

Morgen ist bundesweiter "Anti-Fracking-Tag". Die in Vierlanden aktive Bürgerinitiative "Fracking-Freies Hamburg" (FHH) beteiligt sich daran und ruft zur Teilnahme an der Demonstration auf.

Interessierte können sich um 12 Uhr am Bahnhof Bergedorf treffen und gemeinsam nach Hamburg fahren. Dort ist um 13 Uhr der Sammelpunkt auf dem Hachmannplatz vor dem Hauptbahnhof. Von dort geht es über Kirchenallee, Mönckebergstraße, Bergstraße, Speersort und Steinstraße zurück zum Hachmannplatz. Eine Zwischenkundgebung ist auf dem Gerhard-Hauptmann-Platz vorgesehen.

Die Bürgerinitiative FHH hat sich im Februar gegründet, nachdem ExxonMobil eine Aufsuchungserlaubnis für das "Erlaubnisfeld Vierlande" bekommen hatte. Sie weiß viele Mitstreiter an ihrer Seite, unter anderem die Parteien "Die Linke", die Piraten und die Grünen sowie Naturschutzverbände und die Initiative "Unser Hamburg - unser Netz". Sie alle wehren sich gegen Fracking und kämpfen für sauberes Trinkwasser. Gefordert wird das sofortige Verbot von Fracking und eine Novellierung des Bergrechts. "Dabei müssen höchste Umweltstandards und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit im Fokus stehen", erklärt Werner Diedrichs, Sprecher der FHH-Initiative, ein bundesweit von Fracking-Gegnern angestrebtes Ziel. Demonstriert wird zudem für das konsequente Umsetzen der politisch beschlossenen Energiewende, also die Abkehr von fossilen Brennstoffen, den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz. Viele Fracking-Gegner haben sich in Rotenburg (Wümme) bereits aus erster Hand über Fracking-Auswirkungen informiert. Dort haben die Menschen unter anderem Angst vor dem Lagerstättenwasser, das bei der Gasgewinnung durch Fracking in großen Mengen entsteht. Es beinhaltet Stoffe, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.

Beim Fracking (Aufbrechen) wird ein Chemikaliengemisch unter hohem Druck in gashaltige Gesteinsschichten gepresst. Aus dem aufgesprengten Gestein wird das Erdgas mithilfe von großen Mengen Wasser abgepumpt. Die Risse im Gestein werden mit Sand offengehalten.

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