Hamburg

Planungsstopp für Windenergie

F-Plan: Senat sucht nach Kompromiss

Der Hamburger Senat hat das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans für Eignungsgebiete von Windenergieanlagen kurzfristig gestoppt. Die für die kommende Sitzung von Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss geplante Expertenanhörung ist verschoben worden.

Den Grund liefert der Bergedorfer Bürgerentscheid, bei dem sich eine Mehrheit gegen die Erhöhung von Windkraftanlagen bis zu 180 Meter Höhe und für die Beibehaltung jetziger Abstände zur Wohnbebauung ausgesprochen hatte. "Der Senat möchte noch tiefer in das Thema einsteigen und intensiv prüfen, welche Änderungen in den Flächennutzungsplan einfließen können", erklärt Hamburgs SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. Vermutlich geht eine Beschlussvorlage nicht vor Dezember in die Bürgerschaft.

"Jetzt gilt es, wasserfeste Regelungen für die Höhen und Abstände von Windenergieanlagen in jedem der vorgesehenen Gebiete zu finden", sagt Dr. Kurt Duwe, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion. FDP und CDU fordern in einem gemeinsam Antrag, dass der Senat unverzüglich Gespräche mit Vertrauensleuten des Bürgerentscheids in Bergedorf aufnehmen soll. SPD-Fraktionschef Dressel kündige gestern bereits Gespräche mit Vertretern der Windkraft-Initiativen im Landgebiet für Anfang September an.