Bürgerentscheid

20 Prozent haben schon "gewählt"

Bürgerentscheid: Bis Donnerstag können die Bergedorfer über die Größe neuer Windräder abstimmen

Doch bereits bis gestern hatten 19 600 Stimmberechtigte ihr Kreuzchen beim Bürgerentscheid schon gemacht - per "Briefwahl". Insgesamt 95 000 gelbe Stimmzettel hat das Bezirksamt verschickt.

Geht es nach dem Willen der politischen Mehrheit in der Bezirksversammlung, sollen die Anlagen bis zu 180 Meter hoch sein. Die "Bürgerinitiative Windkraft Altengamme, Curslack, Ochsenwerder und Neuengamme" fordert hingegen eine Beschränkung auf bis zu 100 Meter - und den bisherigen Mindestabstand zu Wohngebieten.

Nun sollen die Bürger entscheiden. Doch unabhängig davon, wie die Abstimmung ausgeht: Sie bindet lediglich die Bezirksversammlung, nicht jedoch die Hamburgische Bürgerschaft. Die jedoch entscheidet über die Änderung des Flächennutzungsplans als Voraussetzung für die Aufstellung neuer Windenergieanlagen.

Gabriele Günter, Sprecherin des Bezirksamtes, geht davon aus, dass die hohe Zahl der Abstimmungen per Brief - rund 20 Prozent aller Stimmberechtigten nutzten diese Variante - der Jahreszeit geschuldet ist: "Viele Menschen sind nun im Urlaub, haben das frühzeitig erledigt", sagt sie.

Im Rathaus können die Bürger schon seit dem 17. Juni vor Ort abstimmen. "Diese Möglichkeit haben bisher nur vier Stimmberechtigte genutzt", sagt Gabriele Günter.

Die Abstimmungsdienststelle im Bezirksamt an der Wentorfer Straße 38 hat heute und morgen jeweils von 8 bis 16 Uhr geöffnet, am Donnerstag von 8 bis 18 Uhr.

Am Donnerstag, dem offiziellen Abstimmungstag, können Stimmberechtigte zudem im Dienstleistungszentrum des Bezirksamtes am Weidenbaumsweg 21 (Eingang A, 2. Stock, Raum 2001) ihr Kreuzchen machen. Geöffnet ist dort ebenfalls von 8 bis 18 Uhr.