Windkraft

Behörde verlängert F-Plan-Auslegung bis 17. Oktober

Curslack/Ochsenwerder (he). Beim Thema "Windkraft" schwappen weiter die Wogen hoch: Hamburgs Stadtentwicklungsbehörde will den Entwurf für den neuen Flächennutzungsplan vom 10. September bis 17. Oktober öffentlich auslegen.

"Offenbar hat die BSU keinen Zugriff auf die Ferienplanung der Schulbehörde, ein Blick auf einen Kalender hätte aber auch genügt", kritisierte Bergedorfs CDU-Fraktionschef, Sven Noetzel, im Stadtplanungsausschuss.

Tatsächlich gingen Meinungen und die Rechenergebnisse über Parteigrenzen hinweg deutlich auseinander.

"Wenn die Behörde die Auslegung bis 17. Oktober verlängert, sind doch zusammen genommen vier Wochen erreicht", rechnet SPD-Fraktionschef Werner Omniczynski. Es sei unglücklich, dass ein Teil der Auslegefrist in die Herbstferien falle, aber zu ändern sei daran wohl nichts mehr. "Wir können diesen Umstand ja zähneknirschend zur Kenntnis nehmen."

Weniger locker als der Bergedorfer nehmen Politiker aus dem Landgebiet diese Terminplanung. "Auf Info-Veranstaltungen ist immer wieder gesagt worden, die Auslegung erfolge außerhalb der Ferien", kritisiert Peter Gabriel, SPD-Fraktionsvize und Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses aus Ochsenwerder. "Die Ferien hätten sich leicht vermeiden lassen", befindet Heinz Jarchow, SPD-Bezirksabgeordneter aus Curslack.

Die Ferien abgezogen können Betroffene keine vier Wochen Einsicht in die ausgelegten Unterlagen nehmen, um dann Einwände gegen die Planungen für größere beziehungsweise neue Windräder geltend zu machen: "Wir wollen die Mitteilung über die Auslegung von der Stadtentwicklungsbehörde schriftlich, forderte Olaf Grotheer (CDU) aus Fünfhausen.

Auch inhaltlich gab es Fragen zum Stand der Planungen: "Warum ist die Fläche in Curslack plötzlich vor der Auslegung gewachsen", wunderte sich Sven Noetzel. "Ist die in Ochsenwerder plötzlich geschrumpft?", forderte dagegen der Grüne Nikolai von Podlewski Auskunft.

Beide haben sich nicht geirrt, bestätigt Axel Schneede, Chef der übergeordneten Bauleitplanung im Bezirksamt. "In Ochsenwerder hat das Schrumpfen der Fläche tatsächlich eine Verringerung der Windräder von sieben auf sechs Anlagen zur Folge." In Curslack dagegen bleibe es bei den geplanten fünf: "Größere Abstände und zusätzliche Auflagen dienen dort dem Schutz der Fledermäuse."