Windkraft

Jetzt formieren sich auch die Altengammer

Altengamme (wi). Exakt vor zwei Jahren stellten Vertreter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) die Eignungsgebiete für Windkraftanlagen in den Vier- und Marschlanden vor, auf die sich eine behördenübergreifende Projektgruppe nach zweijähriger Suche und Prüfung geeinigt hatte.

Seitdem gab es diverse Informationsveranstaltungen - die meisten vonseiten der BSU, aber auch auf Initiative des Bezirksamtes. Parallel bildeten sich Bürgerinitiativen: zuerst in Ochsenwerder, dann in Neuengamme und nun auch in Altengamme.

Die Anwohner kritisieren in erster Linie die Nähe zur Wohnbebauung der geplanten neuen Anlagen, die nach und nach die alten Windräder ersetzen sollen. Aber auch die roten Blinklichter, mit denen die insgesamt 150 Meter hohen Anlagen ausgestattet sind, Schattenwurf, Lärm und tieffrequenter Infraschall bereiten ihnen Sorgen. "Uns ist erst bei der zweiten BSU-Veranstaltung im 'Corslaker Landhuus' bewusst geworden, was da auf uns zukommt", sagt Heiner Gronau, der mit seiner Frau Inken am Gammer Weg wohnt und von dort die sieben Windräder am Horster Damm im Blick hat. Zudem sei ihm aufgefallen, wie wenig informiert die Altengammer im Vergleich zu den Menschen aus Ochsenwerder zu diesem Thema seien.

So traf sich das Ehepaar mit einer Handvoll Gleichgesinnter, gründete eine Bürgerinitiative und lud Ende März zu einer ersten Informationsveranstaltung ins Gasthaus Schween ein. Mehr als 60 Altengammer und Curslacker folgten der Einladung. "Wir wollen keine Panik erzeugen, sondern möglichst mit Unterstützung von Experten sachkundig aufklären", sagt Elke Anna zum Felde, die am Ende des Achterschlags auch von den Ausbauplänen betroffen ist. Sich und andere Anwohner informieren und "die Chance für Einwände nutzen, wenn die geänderten Flächennutzungspläne im Sommer öffentlich ausgelegt werden", das liegt Heiner Gronau am Herzen. Das nächste Treffen ist am Montag, 16. April, 19 Uhr, im Norddeutschen Haus, Altengammer Elbdeich 42.