Bilanz

Wutzrocker kämpfen fürs Festival

Allermöhe. Beim 33. Wutzrock-Festival im August am Eichbaumsee machten Sturm und starker Regen den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Jetzt belegt die endgütige Bilanz ein Minus von 5000 Euro.

Damit schreibt das von Ehrenamtlichen organisierte Musikfestival zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen. Bei der Schlammschlacht 2010 waren es sogar 10 000 Euro minus. Doch die Wutzrocker lassen sich nicht unterkriegen: Die 34. Ausgabe soll vom 17. bis 19. August groß gefeiert werden.

Die Organisatoren entwickeln bereits Konzepte, haben Ideen für die Neuauflage des beliebten "Umsonst und draußen"-Festivals, kämpfen für den Erhalt. Um ein Finanzpolster für das kommende Event zu bekommen, ist unter anderem ein "Anschub-Konzert" im Frühjahr geplant. Zwei populäre Bands sollen in der Lola oder in der Altonaer Fabrik auftreten. Die Musiker sollen möglichst auf eine Gage verzichten, die Miete für den Club darf nicht zu hoch sein.

Eine Konzertreihe wie die sieben Benefizkonzerte im BeLaMi nach dem verregneten Festival 2010 wird es nicht wieder geben. "Das ist aufwendig zu organisieren. Viele von uns haben diesmal nicht die nötige Zeit dafür", sagt Weis.

Die Wutzrocker suchen, wie schon im Vorjahr, Förderer, die das nächste Festival mit (Sach-)Spenden mit auf den Weg bringen. Weis: "Schön wäre ein Haupt-Werbepartner, der sich besonders engagiert." Über das Internet ( www.wutzrock.de ) werden T-Shirts, Becher und andere Fanartikel verkauft. Einige Wutzrocker schießen für den Anschub des Festivals Geld aus eigener Tasche vor.

Denn die Vorbereitungen für das nächste Open-Air-Festival laufen natürlich schon: Firmen, die in den vergangenen Jahren Anzeigen in der Wutzrock-Zeitung geschaltet haben, werden gefragt, ob sie wieder dabei sind. Der Booker stimmt Termine mit Bands ab. Gruppen, die eine Aufwandsentschädigung bekommen, kann er noch nicht verpflichten. Das Gelände am Eichbaumsee wollen die Wutzrocker für die nächsten Ausgaben optimieren. Geplant ist, im Frühjahr - in Absprache mit dem Bezirksamt - 140 Tonnen Naturschotter aufzuschütten, Dränage-Rohre zu verlegen, neuen Rasen zu säen und mehr. Voraussetzung dafür ist, dass die beim Bezirk beantragten Sondermittel in Höhe von 5000 Euro bewilligt werden.

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