Stadtplanung

Windkraft erneut Thema im Ausschuss

Bergedorf (wi). Es besteht weiterer Klärungsbedarf, darin waren sich die Politiker aller Parteien einig.

So wurde zum morgigen Stadtplanungsausschuss ein Vertreter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) eingeladen, der über den Stand der Planungen in puncto Windkraftanlagen Auskunft geben soll.

Wie berichtet, strebt Hamburg an, die elektrische Leistung aus Windenergie von zurzeit 45 auf 100 Megawatt zu erhöhen. Aus diesem Grund suchte die BSU in ganz Hamburg nach weiteren geeigneten Flächen für Windkraftanlagen. In die engere Wahl kamen aber lediglich Areale in den Vier- und Marschlanden und im Bezirk Harburg. Hier sollen vor allem die bestehenden Eignungsgebiete ausgebaut werden, nur wenige neue hinzukommen.

Vor allem in Ochsenwerder stößt der Ausbau, der in der Regel mit leistungsstärkeren und damit auch mit höheren Anlagen verbunden ist, auf Widerstand. Müssen doch im Stadtstaat Hamburg Windräder lediglich einen 300-Meter-Abstand zu Einzelhäusern und einen 500-Meter Abstand zu Siedlungen einhalten. Zu dicht, meinen Anwohner und gründeten die "Bürgerinitiative Windanlagen Ochsenwerder" (BI-W-O).

Auch die CDU führt in ihrem Antrag zur geplanten Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) an, dass die Vier- und Marschlande in Bezug auf erneuerbare Energie bereits zu Beginn der 90er-Jahre in Vorleistung gegangen seien. Entsprechend fordern die Christdemokraten, "die Änderung des FNP so lange auszusetzen, bis das aktuell diskutierte Gesetz bundeseinheitlicher Entfernungen beschlossen wurde".

Weiteres Thema im Ausschuss wird das "Wohnungsbauprogramm" sein. In diesem Zusammenhang schlägt die SPD vor, die erstmalige endgültige Herstellung der Straßen Dorferweg, Ochsenwerder Twiete und Dorferbogen so lange zurückzustellen, bis der Bebauungsplan für die Fläche am Elversweg vorliegt. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im großen Saal an der Wentorfer Straße 38.