Reinbek

Michaelis erweitert in Sachen Pappe

Wirtschaft: Igepa expandiert bei Köln

Der traditionsreiche Papiergroßhändler E. Michaelis & Co. KG expandiert weiter in Sachen Pappe: Gestern gab das Reinbeker Unternehmen bekannt, dass es zusammen mit dem Kölner Unternehmen Freytag & Petersen GmbH & Co. KG, auch Teil der Igepa Gruppe, zum 1. Juli das insolvente Lamersdorfer Wellpappenwerk im Kreis Düren übernommen hat. Die neue Gesellschaft heißt IPS Lamersdorf GmbH (IgepaPackagingSolutions). Geschäftsführer der IPS sind Dr. Ingo Osterheld und Olaf Griebel.

"Der klassische Papierbereich ist kein wachsender Markt mehr", erklärt Marketingleiter Ricardo Normann die Motivation für die Erweiterung. "Im Verpackungsbereich aber lohnen sich noch Investitionen." Dort gebe es noch Möglichkeiten, das Angebot zu erweitern. Laut Normann haben die Igepa-Häuser nicht das gesamte Unternehmen, sondern den Produktionsprozess und die Geschäftswerte erworben. Zusätzlich haben sie etwa 20 der zuletzt noch 45 Mitarbeiter übernommen. Denn sie haben das Wissen und das Know-how für die technischen Prozesse der Produktion.

Schon vor fünf Jahren hatte Michaelis bereits in Kiel begonnen, Verpackungen selbst zu produzieren. "Die gute technische Ausstattung der IPS ähnelt der in Kiel", erläutert Normann. "Dort haben wir komplett neu gegründet und gute Erfahrungen gemacht. Die möchten wir jetzt auf den neuen Standort übertragen."

Wichtig ist für das Kölner und das Reinbeker Unternehmen vor allem der Standort: "Es ist in diesem Geschäftsfeld entscheidend, nah an den Kunden dran zu sein." Neben dem Standort Kiel im Norden war die geografische Ausweitung in Sachen Verpackung auch für die Erschließung der Märkte in den benachbarten Niederlanden und Belgien für die Igepa-Gruppe bedeutend.

Zudem habe die Bandbreite der Produktionsmöglichkeiten am Standort Lamersdorf überzeugt. Die IPS bietet hochwertige Bedruckungen, Faltkisten aller Art sowie gestanzte und verklebte Verpackungen. Von der Kleinauflage bis hin zu Großserien sei alles machbar.

Vorerst gehe es darum, die Produktion wieder zu stabilisieren, sagte Normann. Dafür sollen in den nächsten Monaten der vorhandene Kundenstamm der Igepa-Gesellschafter und die Akquisition neuer Kunden genutzt werden.

Für die Zukunft bestätigte Normann, dass weiter in den breiten Produktbereich in Lamersdorf investiert werden solle. "Wir haben auch deshalb so viele Bieter ausgeschlagen, weil wir ein zukunftsfähiges Konzept präsentiert haben." Details des Konzeptes wollte er jedoch nicht nennen.

© Bergedorfer Zeitung 2017 – Alle Rechte vorbehalten.