Betreuung

Auch Aumühler Familien an Naturkindergarten interessiert

Reinbek (st). Den ganzen Tag draußen spielen, lernen und die Natur mit allen Sinnen erfahren - das wünschen sich zwölf Elternpaare für ihre Kinder. Doch die "Waldfüchse" - der Waldkindergarten in Reinbek - haben nur noch drei freie Plätze.

Deshalb greifen die Mütter und Väter zur Selbsthilfe und wollen für August ihren eigenen "Naturkindergarten" gründen.

Um ihre Position zu stärken, argumentieren die Eltern jetzt auch damit, dass auch Familien aus Wohltorf und Aumühle an dem naturnahen Kindergarten interessiert seien. "Eine Aufnahme wäre denkbar, wenn die Kommunen mit einem Kostenausgleich einverstanden sind", sagt Dagmar Schmalfeldt, im Rathaus für die Themen Kinder, Jugend und Sport verantwortlich. "Aber das wäre erst der zweite Planungsschritt", fügt sie hinzu. Am Dienstag, 9. April, berät zunächst der Sozialausschuss über die Initiative der Eltern.

Hinterfragt werden müsse auch, ob die Kinder in bestehenden Kindergärten unterkommen könnten. Im Betreuungsbereich für Drei- bis Sechsjährige gibt es in Reinbek freie Plätze, weiß Dagmar Schmalfeldt. Wie viele es sind, ermittelt die Verwaltung gerade. Man sei in der Endphase der Anmeldungen. Auch die Bedarfsplanung der Betreuungsplätze steht erst am 9. April auf der Tagesordnung.

Im Naturkindergarten sollen Drei- bis Sechsjährige von 8 bis 13 Uhr im Waldgebiet an der Bille rund um den Krabbenkamp betreut werden. Vorgesehen sind 15 Plätze. Bei allzu schlechtem Wetter ist das Holzhaus als Rückzugsort geplant. "Auch darüber, ob dieser Stadtteiltreff vom Verein genutzt werden kann, müssen die Politiker beraten", gibt Schmalfeldt zu bedenken.

Die Sitzung in der Rathauskantine, Hamburger Straße 5-7, am 9. April beginnt um 19.30 Uhr.

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