Bergedorf

Die Formel für den perfekten Kick

Hallenfußball: Im Heimatgebiet gibt es verschiedene Ansichten, wie ein Turnier aussehen sollte

Wenn am kommenden Wochenende mit dem TT24-Hallen-Cup des FSV Geesthacht (Vorturnier: Sonnabend, 15 Uhr; Hauptturnier: Sonntag, 13 Uhr, Neuer Krug) die Hallenfußball-Saison beginnt, ist auch die Diskussion darum eröffnet, wie ein attraktives Turnier am besten zu gestalten ist. Gesucht ist die Formel für den perfekten Hallenkick. Die Geesthachter setzen auf sportliche Top-Teams und einen großen Preisgeld-Topf von 1000 Euro. Die Futsal-Mannschaften Hamburg Panthers und Team Yasar werden von spielstarken Vereinsteams wie dem Lüneburger SK oder dem SC Vier- und Marschlande sowie dem unberechenbaren Allstarteam um André Wengorra herausgefordert. "Wir hoffen auf 200 bis 250 zahlende Zuschauer" erklärt Organisator Ismail Gök.

"In Geesthacht hat es mir im vergangenen Jahr überhaupt nicht gefallen", sagt hingegen Olaf Poschmann, Trainer des SC Vier- und Marschlande. "Wenn zu viele Auswahlmannschaften dabei sind und selbst Vereine wie die TuS Dassendorf mit einem bunt zusammengemischten Auswahlteam auflaufen, macht es irgendwann keinen Spaß mehr. Wir haben daher lange überlegt, ob wir überhaupt wieder teilnehmen wollen." Für ihr eigenes Turnier, den Team Sped Cup des SC Vier- und Marschlande (4. Januar, 10 Uhr, Sporthallenweg, Fünfhausen) haben die Organisatoren daher einen Kompromiss gefunden: Neben acht Vereinsteams sind auch eine Auswahlmannschaft und die Hamburg Panthers dabei. "Es ist ja unbestritten, dass die Futsal-Teams Qualität in so ein Turnier bringen", relativiert Poschmann.

Der Gegenentwurf zum Geesthachter Ansatz findet sich beim 3. RTN Cup des SC Schwarzenbek (27. Dezember, 15.30 Uhr, Buschkoppel) und dem traditionsreichen E-Werk-Hallencup der TSV Reinbek (27. Dezember, 18 Uhr und 28. Dezember, 16 Uhr, Sporthalle Theodor-Storm-Straße), die gänzlich ohne Auswahl- und Futsal-Teams auskommen und nur auf Vereinsmannschaften setzen. In Schwarzenbek sind unter anderem die Oberligisten SCVM, FC Süderelbe und TuS Dassendorf sowie Regionalliga-Absteiger SV Eichede dabei. Beim Reinbeker Turnier, das bereits zum 40. Mal ausgetragen wird, ist die Bandbreite besonders groß. Das Kreisklassen-Team des Gastgebers hat sich Mannschaften bis hoch zur Oberliga eingeladen.

Der Mewa-Cup der Lauenburger SV (3. Januar, 15 Uhr, Hasenberg-Halle, Schulstraße) hingegen setzt auf zahlreiche Auswahlteams, darunter auch eines der Bergedorfer Zeitung/Lauenburgischen Landeszeitung. Gespielt wird "jeder gegen jeden". "Das ist so Tradition bei uns", betont LSV-Obmann Dennis Haupt. In Lauenburg gibt es eine Vollbande, ebenso wie beim EasyFitness-Cup des Düneberger SV (Vorturnier: 17. Januar, 14 Uhr; Hauptturnier: 18. Januar, 12 Uhr, Neuer Krug). Ein ungewöhnliches Konzept hat das Hallenturnier des Oststeinbeker SV (10. Januar, 10 Uhr, Meessen), bei dem komplett ohne Bande gespielt wird. "Viele junge Leute können sich gar nicht vorstellen, wie gefährlich diese hüfthohen Banden sind, wenn man mit voller Wucht dagegenknallt", ist Organisator Horst Mohrmann überzeugt.

Höhepunkt eines jeden Hallenwinters sind die Hamburger Hallenmeisterschaften . Bei den Frauen (11. Januar, 16 Uhr, Krochmannstraße) ist der FC Bergedorf 85 mit dabei, bei den Männern (10. Januar, 13 Uhr, Krochmannstraße) die TuS Dassendorf.

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