Go-Kart

Vorbild: Michael Schumacher

Glinde/Witzhave. Er ist erst sieben Jahre alt, aber er fährt wie ein Großer. David Silvio Kühn hat ein Vorbild: Michael Schumacher. Zwar ist sein Go-Kart, das ihm der Motorsport Club (MSC) Trittau zur Verfügung stellt, mit 6,5 PS nicht ganz so stark motorisiert wie der Formel 1-Wagen von Schumi.

Aber David ist damit derzeit auf jeden Fall erfolgreicher als Deutschlands Vorzeige-Rennfahrer. Gleich zwei erste Plätze belegte der Knirps jetzt in Buchholz, bei den Qualifizierungsläufen für den Bundesendlauf des Automobil-Clubs Verkehr (ACV) im Oktober in Leipzig.

"Mein Opa hat zu meinen Eltern gesagt: 'Lasst den mal Fußball spielen.' Ich finde Go-Kart aber viel besser", sagt David fröhlich. Das schnelle Fahren begeistert den Jungen. Bis zu 60 km/h sind möglich. Für den Erfolg sind allerdings noch andere Qualitäten erforderlich als ein Bleifuß. "David hat einen sehr starken Willen. Auch ist er sehr konzentriert bei der Sache", sagt seine Trainerin Uta Piotrowski (47) vom MSC Trittau. Das zahle sich natürlich aus, das nötige Talent vorausgesetzt.

Jede Woche trainiert der Junge auf dem Gut Heinrichshof bei Witzhave. Seine Eltern Silvio und Nicole sind natürlich immer mit von der Partie. "Wir freuen uns riesig, dass das Fahren David solchen Spaß macht", sagt Silvio Kühn. Auch die Gestaltung des Trainings durch den MSC bewerten beide positiv. "Die Kinder werden immer für das Geleistete gelobt", sagt Nicole Kühn. Der Fokus liege auf dem Positiven. Sie fände es auch nicht gut, wenn ein zu hoher Leistungsdruck aufgebaut werde. Schließlich sind Kinder vor allem spaßorientiert und das sei ja auch gut so. So würden sie spielerisch auf das Leben vorbereitet in dem sie dann idealerweise Spaß an der Leistung hätten.

Ganz billig ist der Kart-Sport nicht. Allerdings halten sich die Kosten für das Elternpaar momentan noch in Grenzen. Der MSC stellt die Karts für die Kinder, das Benzin und die Reifen für einen Mitgliedsbeitrag von etwa 50 Euro im Jahr. Die Schutzkleidung, spezielle Schuhe, Reisekosten und die Antrittsgelder summieren sich auf jährlich etwa 500 Euro. Dieser Betrag würde sich mehr als verdreißigfachen "wenn David mal Profi werden sollte", sagt Silvio Kühn. Dann müssten sie sich Sponsoren suchen.

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