Verfangen

Feuerwehr befreit Vogel aus Drachenschnur

Oststeinbek (unb). Keinen Aufwand haben gestern Nachmittag die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren Oststeinbek und Glinde gescheut, um das Leben einer kleinen Misteldrossel zu retten.

Diese hatte sich mit ihrem linken Flügel in einer Drachenschnur verfangen, die in den Wipfeln zweier Birken baumelte. Ein Spaziergänger an der Kampstraße sah den kleinen Vogel in luftiger Höhe zappeln und verständigte die Polizei. Die alarmierte kurzerhand die Feuerwehr.

Mit drei Einsatzfahrzeugen kamen die Retter angerauscht. Zunächst versuchten die zehn Helfer mit einer langen Leine, die Drachenschnur einzufangen. Doch der Vogel hing zu hoch, es musste Hilfe aus Glinde angefordert werden. Mit der 30 Meter hohen Drehleiter dauerte dann die Rettung des kleinen Vogels nur wenige Minuten. Ein wenig geschwächt und leicht verletzt wurde er in die Tierarztpraxis nach Havighorst gebracht. Hier darf sich die Drossel nun ausruhen.

"Wir haben ihren Flügel mit einem Medikament eingeschmiert", sagt Tierärztin Sabine Umland. Bis gestern Abend aber wollte der Vogel noch kein Fressen anrühren. Wenn er aber das Wochenende überstehe, seien die Chancen gut, dass er wieder gesund wird.

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