Bergedorf

"CC4E"-Start im März, Ende 2015 folgen Windräder

Energie-Campus: Fraunhofer-Institut zieht an Schleusengraben - Bürgerinformationszentrum kommt später

Der Rohbau gleich hinter dem Laserzentrum in den Schleusengärten steht, im März sollen Dozenten, Studenten und Mitarbeiter der HAW in den neuen Energie-Campus einziehen - drei Monate später als ursprünglich vorgesehen. Das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Hamburger Senat mit rund 7,5 Millionen Euro finanzierte "CC4E" (Competence Center Erneuerbare Energien & EnergieEffizienz) hat sich die anspruchsvolle Aufgabe gestellt, die Machbarkeit der Energiewende unter Beweis zu stellen. Es geht um die zentralen Themenfelder Windenergie, intelligente Netze und Hightech-Energiespeicher - in der praxisnahen angewandten Forschung wie auch in der Hochschul-Lehre.

Bundesweit einmalig ist die Koppelung des Technologiezentrums mit fünf 180 Meter hohen Windkraftanlagen, die schräg gegenüber südlich der Autobahn 25 errichtet werden. "Wir stellen jetzt die Bauanträge, wenn alles klappt, werden die Windräder Ende nächsten Jahres stehen", erklärt CC4E-Chef Prof. Werner Beba von der HAW. Anfang 2017 soll dann die Hamburger Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie (ISIT) in den Energie-Campus integriert werden.

Eher mittelfristig will die HAW auch ein Bürgerinformationszentrum im Energie-Campus einrichten, das Wissen über erneuerbare Energien vermittelt, Verständnis erzeugt und einen offenen Dialog mit den Bürgern schafft. "Bei dem mit der Energiewende einhergehenden beschleunigten Umbau der Energiesysteme kommt es neben der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger technischer Lösungen auch sehr darauf an, diese gegenüber allen gesellschaftlichen Gruppen zu kommunizieren", erklärt Beba auch mit Blick auf die Kritiker großer Windräder. "Tage der offenen Tür" für alle und Veranstaltungen wie "Faszination Energie" für Schulen sollen den Dialog fördern.