Leserbrief: Energie-Campus mit Windkraftareal

"Politik opfert historische Kulturlandschaft"

Betr.: "Bergedorfs Silicon Valley lockt auch Siemens", Titelseite der Bergedorfer Zeitung vom 3. 3. 2014

Während der Grundsteinlegung des Energie-Campus mit direkt angrenzendem Windkraftareal hat Bürgermeister Olaf Scholz die berechtigten Proteste der besorgten BürgerInnen wie folgt kommentiert: "Wir dürfen Zukunftstechnologien der Energiewende in Deutschland nicht Partikular-Interessen opfern."

Olaf Scholz, der sich ansonsten gern als Anhänger von Bürgerentscheiden gibt, ignoriert komplett, dass die Bergedorfer Bürger im Juli 2013 mit einer überwältigenden Mehrheit von 67 Prozent gegen die bis zu 180 Meter hohen Windkraftriesen im Bergedorfer Bezirk abgestimmt haben und für Windkraft mit Augenmaß plädiert haben. Daher ist es mehr als fragwürdig, gar respektlos von Olaf Scholz, von Partikular-Interessen zu reden.

Fakt ist, dass die Hamburger Politik ausschließlich die Interessen der Windindustrie berücksichtigt und Bergedorf und die historische Kulturlandschaft Vier- und Marschlanden für den Ausbau von vier Windindustriearealen opfert.

Leena Claussen, 21037 Hamburg