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Die "Bergedorfer Erklärung"

Wir haben mit großem Respekt und Anerkennung zur Kenntnis genommen, dass Bergedorferlnnen 20 Flüchtlinge überwiegend aus Mali seit sieben Wochen in Bergedorf untergebracht und versorgt haben. Die Unterstützerinnen haben unmittelbar und menschlich gehandelt und damit deutlich gemacht, dass die zunehmenden Flüchtlingsströme uns alle betreffen und sie auf unsere Hilfe angewiesen sind. In diesem Sinne stimmen wir mit den Bewohnerinnen St. Paulis überein, die in ihrem Manifest (in diesem Fall in Bezug auf die Lampedusa Flüchtlinge) geschrieben haben:

Wir wollen Menschen, die aus unmenschlichen, unsicheren und unsatten Verhältnissen geflohen sind, um in Europa oft wieder unmenschlich und unsicher behandelt zu werden, mit unseren Möglichkeiten willkommen heißen, respektvoll behandeln und beschützen, wenn sie es wollen. Wir wollen sie in unserer Mitte haben, bis sie aus eigenem Wollen eine eigene oder andere Mitte gewählt haben. Wir wollen dabei aushalten, dass unterschiedliche Auffassungen normal sind, auch unter den Flüchtlingen und auch unter uns.

Und so hoffen wir, dass sich viele weitere Bergedorferinnen und Bergedorfer dieser Haltung anschließen und damit sowohl dem Hamburger Senat als auch dem Bergedorfer Bezirksamt, den in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien und der Bergedorfer Polizei ein Zeichen geben, alles dafür zu tun, den Flüchtlingen einen weiteren Verbleib in Bergedorf zu ermöglichen.

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