Nach CDU-Kritik

SPD und Grüne: "Windkraft versorgt ganz Bergedorf"

Bergedorf (upb). Neue Runde im politischen Streit um Bergedorfs Zukunft als Standort von 180 Meter hohen Windkraftanlagen. SPD und Grüne fühlen sich vom CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Gladiator zu unrecht kritisiert.

Der Christdemokrat hatte ihnen in der gestrigen Ausgabe unserer Zeitung vorgeworfen, die Bergedorfer bewusst mit falschen Argumenten für die hohen Anlagen zu begeistern: Ihre Kernthese, dass die Riesen genug Strom erzeugten, um alle Bergedorfer Haushalte zu versorgen, werde vom eigenen Senat widerlegt. Der hatte Gladiator gegenüber bestätigt, dass es maximal für 44,3 Prozent reiche.

"Wer die Zeilen des Senats genau liest, erkennt, dass mit dieser Angabe der Anteil am gesamten Stromverbrauch Bergedorfs gemeint ist. Wir haben aber nie die Firmen eingeschlossen", betont Norbert Fleige von den Grünen.

Paul Kleszcz, Chef der SPD-Bezirksfraktion, sieht sich durch den Senat sogar bestätigt - auch wenn die Landesregierung schreibt, dass sich der Stromverbrauch aller Bergedorfer Haushalte gar nicht ermitteln ließe. "Wir haben den allgemein bekannten Wert von etwa 1000 bis 1500 Kilowattstunden je Person hochgerechnet und kommen dabei genau in den Bereich der Senats-Zahlen", betont Kleszcz. "Bei 120 000 Bergedorfern sind das 120 bis 180 Gigawatt. Und der Ertrag der prognostizierten 28 Anlagen in den Gebieten Ochsenwerder, Neuengamme, Altengamme und Curslack liegt laut Senat bei 128 bis 189 Gigawatt."